Heute geht es wieder ums Nervensystem – und darum wie ich es geschafft habe, Migräne zu überwinden.

Meine eigene Geschichte zur Migräne

Heute kann ich in Demut auf die schwere, schmerzvolle Zeit zurückblicken. Aber als ich mitten drin steckte, war es gar nicht so einfach. Weil ich weiss, dass es ganz vielen auch so geht, erzähle ich meine Erfahrungen damit in diesem Podcast.

Meine Buchtipps zum Thema

Das Buch, was mir zunächst am meisten geholfen hat ist von Hans-Peter Mersch “Migräne- Heilung ist möglich.”

Einige Zusammenhänge wurden mir klar in dem Buch von Bärbel Wardetzki “Weiblicher Narzissmus – der Hunger nach Anerkennung

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Und hier die Textversion für alle, die lieber Lesen als Hören.

Heute erfahren Sie von mir im Podcast wie ich es geschafft habe meine Migräne zu überwinden. Sagen wir, fast zu überwinden. Manchmal taucht sie noch auf, aber sie tritt bei weitem nicht mehr in dem Ausmaß auf, wie ich sie mal hatte.

Als erstes rede ich über die Phasen. Der Anfang, dass ich erst einmal erkennen musste, was ich überhaupt habe. Die Phase, in der ich das nicht akzeptieren wollte, dann darüber, dass ich selber auch Expertin bin, weil ich damals meine Diplomarbeit in Psychologie gemacht habe zu diesem Thema. Ich habe mich damit ganz tief theoretisch auseinandergesetzt, in Hypnose Gruppen-Programm und in Verhalten Therapiegruppen-Programm. Zusätzlich habe ich in meiner Praxis einige Patienten begleitet die unter Migräne litten und ich hab dann selber ganz viele Therapieansätze ausgetestet. Ich habe ganz viel probiert, um da herauszukommen. Letztlich, war es nicht nur die Migräne worunter ich litt, ich hatte auch eine Nahrungsmittelintoleranz, eine Histaminintoleranz.

Ich konnte nur noch ganz wenig Essen und die Lösung lag dann darin, dass ich ganz zufällig auf etwas gestoßen bin, von einem amerikanischen Kinderpsychiater Steven Porges, der ein Stress-Modell entdeckt oder entwickelt hat. Steven Porges heißt er. Ich habe darüber bereits letztes Mal schon gesprochen, über die Fähigkeiten von unserem Nervensystem. Dadurch habe ich dann verstanden, dass es nur drei Fähigkeiten unseres Nervensystems gibt. Wenn ich jetzt zum Beispiel Migräne habe, dann bin ich im Stress. Wie mir dieses Stress-Modell geholfen hat, das zu überwinden, darum geht es gleich.

So, der Anfang war natürlich erstmal zu erkennen, was ich habe. Die Migräne hat ungefähr im Alter von 30 Jahren angefangen, also mit ungefähr 35 Jahre. Gut paar Jährchen nach dem Studium hab ich gemerkt, ich bekomme immer mal wieder Kopfschmerzen. Am Anfang habe ich es einfach als Kopfschmerzen gesehen, begleitet von Durchhängern, von dunklen Tagen, an denen ich gemerkt habe uiuiui wenn ich diese Gedanken ernst nehme, das darf ich nicht tun. Irgendwann habe ich es dann akzeptiert. Wenn diese Tage da waren, dann konnte ich einfach nichts dagegen tun, dass ich eben diese Gedanken, die da aufkommen, nicht ernst nehmen darf, dass ich es vorbeigehen lasse.

Irgendwann mal ist mir klar geworden, das, was ich da habe, das ist Migräne. Zwei Tage, drei Tage, dass ich Schmerzen hatte, mich nicht konzentrieren konnte, Verdauungsbeschwerden hatte und ich einfach nicht mehr wusste: „Was ist los mit mir“. Das Ding hatte einen Namen: “Ich habe Migräne”. Ich habe das dann natürlich nicht akzeptieren wollen. Was heißt natürlich. Dazu kommt, dass ich einen kleinen Dickkopf hab. Ich war einfach nicht bereit zu sagen: “Okay, ich habe Migräne und ich schlucke Schmerzmedikamente oder ich nehme Betablocker, um die Schmerzen zu behandeln”.

Lieber wollte ich herausfinden, wie kann ich das denn selber überwinden?

Zum Glück konnte ich zurückgreifen auf ein Wissen, dass ich mir angelesen habe, dass ich mir erarbeitet habe in meiner Zeit, als ich die Diplomarbeit geschrieben habe. Folglich bin ich selber ein bisschen Expertin. Das Thema von meiner Diplomarbeit war ein Vergleich zwischen zwei Gruppenprogrammen. Hier gab es acht oder neun Patienten, die ein Stressbewältigungsprogramm erhalten haben. Einmal mit Hypnose und einmal mit Verhaltenstherapie mit einem Entspannungsverfahren. Das Ergebnis war, dass die Hypnose einen kleinen Vorteil hatte, und zwar den Vorteil, dass während der Trance, während die Patienten in der hypnotischen Entspannung waren, konnten sie die Schmerzen regulieren.

Nach der Entspannung nenne ich das jetzt mal, egal ob das hypnotische Entspannung war oder die Entspannung aus dem verhaltenstherapeutischen Programm, gab es keine Unterschiede zwischen den beiden Programmen. Das heißt, die Hypnose hatte einen kleinen Vorsprung vor dem was ein reines verhaltenstherapeutisches Entspannungsverfahren, also die progressive Muskelrelaxation gebracht hatte. Ich habe mich theoretisch auch damit auseinandergesetzt, was gibt es denn für Behandlungsmöglichkeiten, wie wird das Ganze erklärt. Ich wusste einfach auch aus den Interviews mit den Patienten und Patientinnen, dass diese sehr verzweifelt waren, weil die Medikation nicht wirklich half. Die meisten sagten: “Sie müssen diese Schmerzen aushalten. Es hilft eigentlich gar nichts”. Genauso hab ich das auch erlebt und habe dann eben gesucht.

Was kann ich denn sonst noch tun?

Außerdem habe ich dann natürlich mit dieser Erfahrung von meiner Diplomarbeit, in meinen Therapien, einzelne Patientinnen und Patienten angenommen die unter Migräne leiden. Hab hier Erfahrungen gesammelt und hier etwas herausgefunden. Es gibt durchaus die Erfahrung, dass wenn es psychische Blockaden gibt, wenn diese gelöst sind, dass dieser Stressor wegfällt und das die Migräne sich lösen kann.

Dazu hatte ich zum Beispiel einen Fall von einer Patientin, die ähnlich wie ich, auch zwei Migräneanfälle pro Monat hatte. Sie hatte selber festgestellt, das immer dann, wenn es um das Thema Verantwortung ging, sie einen Migräneanfall bekam.Sie war in einer Führungsposition. Immer dann, wenn es um Verantwortung ging, dann ging die Migräne los. Wir kamen im Laufe der Therapie auf ein Ereignis in ihrer Vergangenheit, ihrer Kindheit, bei der sie beobachtet hat, wie ihre Großmutter gestürzt ist und anschließend ins Krankenhaus kam und dort verstorben ist. Ihre Mutter war dann sehr traurig. Ich habe jetzt vergessen, wie alt genau sie da als Kind war, aber es war in einem Alter, in dem das Kind seinen Selbstwert aufbaut, indem es lernen kann, dass was ich tue, kann etwas bewirken.

In diesem Alter kann das auch in die andere Richtung gehen. Ich habe das bewirkt! Ich bin schuldig, dass das geschehen ist. Also ich bin schuldig daran, dass die Oma gestürzt ist. Diesen ganzen Rattenschwanz, ich habe die Verantwortung, ich habe die Schuld im Endeffekt daran, dass die Mama traurig ist. Natürlich, wenn die Oma stürzt, im Krankenhaus ist, dort verstirbt, ist es erstens anstrengend für die Mutter und zweitens ist sie durcheinander und traurig. Wenn dann ein Kind diese Schlussfolgerung zieht, ich bin schuldig, weil das geschehen ist, ist dies eine ganz enorme Bürde und wenn die wegfällt, dann ist es eine große Erleichterung.

Genau das haben wir aufgelöst und die Patientin hatte danach, dazu müsste ich jetzt in den Unterlagen schauen, ich kann die Anfälle jetzt nicht in der Anzahl benennen, aber ich meine es hat sich verändert von zweimal im Monat auf alle zwei bis drei Monate, einen Migräneanfall. Eine enorme Entlastung für die Patientin. Das war auch der Ansatz wie ich meine Migränepatienten begleitet habe, indem ich angefangen habe alte Stressoren aufzulösen. Damit ist das Nervensystem entlastet.

Das habe ich natürlich auch bei mir gemacht. Ich habe geschaut, was hab ich denn erlebt, was gab es denn, was gibt es denn. Ich habe alles Mögliche gemacht.

Zum einen, bin ich mir nicht sicher, war die Migräne ein Symptom von einer Nahrungsmittel Intoleranz, von einer Histaminintoleranz oder ist diese Histaminintoleranz ein Symptom von der Migräne. Vielleicht ist die Migräne auch ein Symptom von, ich weiß nicht was.

Auf jeden Fall war die Migräne auch begleitet von Verdauungsbeschwerden, von Intoleranzen, davon, dass ich bestimmte Nahrungsmittel immer schlechter oder gar nicht mehr vertragen habe. Ich habe irgendwann festgestellt, dass meine Nebennieren vollkommen überfordert sind. Mein Insulin funktionierte deshalb nicht mehr richtig, weil das Cortisol aus dem Gleichgewicht war. So und erstmal habe ich das alles über die Nahrung regulieren können. Erst einmal habe ich ein Gemüse-Reis- Diät eingehalten, weil ich gemerkt habe, alles andere löst einfach nur noch Schmerzen aus. Ich habe nur noch histaminarm gegessen, nur noch frisch gekocht, hab überhaupt kein Glutamat vertragen. Ich konnte, wenn ich etwas gegessen hatte, innerhalb von fünf Stunden sagen, ob da Glutamat drin war oder nicht. Wenn ja, hab ich drei Tage lang Schmerzen bekommen und habe deswegen ganz akribisch darauf geachtet, dass ich das vermeide.

Ich habe dann ein Buch entdeckt von Peter Mersch, der schreibt,Migräne: Heilung ist möglich und der wiederum hat eine ganz andere Form von Ernährung beschrieben, die ich dann für zwei Jahre ausgetestet habe. Das Buch kann ich auch ganz unten in den Shownotes verlinken. Dieser Peter Mersch beschreibt in seinem Buch einfach Keto-Kost. Er hat beschrieben, dass er sich selber auch durch eine Ernährungsform von Migräne geheilt hat und hat die Theorie aufgestellt das es was mit Energie zu tun hat und zwar sagt er, Peter Mersch hat mich zum ersten Mal mit einem Gedanken in Kontakt gebracht, wenn der Körper keine Kohlenhydrate bekommt, dann verändert sich unser Stoffwechsel.

Normalerweise gewinnt unser Körper seine Energie aus den Kohlenhydraten. Wenn diese aber heruntergefahren werden, dann verändert sich der Stoffwechsel in der Leber und der Körper gewinnt seine Energie aus den Fetten. Das heißt, aus dem Glukosestoffwechsel wird ein Fettstoffwechsel, ein Ketostoffwechsel. Der Körper gewinnt die Energie aus Ketonkörpern. Das heißt, ich hab meinen Kohlenhydratumsatz oder das, was ich an Kohlenhydraten täglich zu mir genommen habe, reduziert auf eine Menge zwischen siebzig und hundert Gramm am Tag. Das ist nicht viel und habe stattdessen viel Gemüse und vor allem viel Fett zu mir genommen. Dies hat mich enorm entlastet. In dieser Zeit war ich vollkommen Migräne frei. Außer an den Tagen, an denen ich gesündigt habe. Diese Form der Ernährung habe ich so lange durchgehalten, bis ich eben auf dieses System vom Nervensystem gestoßen bin.

Ich habe mich damit beschäftigt, weil ich eben auch in Traumatherapie ausgebildet bin. Eine Kollegin von mir, die ich sehr schätze, hat immer wieder von der Polyvagaltheorie geredet. Irgendwann habe ich dann im Internet einen Artikel darüber gefunden und habe ein Interview von dem Begründer, von dem Entdecker oder von dem Vater dieser Polyvagaltheorie entdeckt.

Nach diesem Interview war ich infiziert!

Steven Porges ist ein Kinderpsychiater, der entdeckt hat, dass unser Nervensystem drei Fähigkeiten hat. Das Ganze nennt er eigentlich ein bisschen anders. Diese drei Fähigkeiten, das stammt von mir, das ist das, was ich zusammengefasst habe. Steven Porters war es wichtig, dass er Menschen ihre Selbstwirksamkeit wieder zurückgeben konnte und zwar indem er sie entlastete davon. Wenn jemand ein Trauma erlitten hat, dass er dachte ich bin schuldig oder mit mir stimmt etwas nicht, ich bin selber schuldig, weil ich bestimmte Dinge nicht mehr tun kann. Das Ganze ist jetzt ein Teil von dieser Fähigkeit, und zwar kann unser Nervensystem in den Schockmodus gehen, in dem der Körper entweder eingefroren ist oder abgespalten. Das sind diese extremen Dissoziationsphänomene, in denen der Körper, in denen das erleben nicht mehr mit dem Körper assoziiert ist oder eben diese Schockstarre, in der man sich nicht mehr bewegen kann.

Die Grundaussage was Steven Porges sehr wichtig war, er wollte beweisen, beziehungsweise hat er eine Erklärung gesucht auf der Grundlage vom Nervensystem. Wenn man normalerweise von Stress redet, dann redet man davon, wenn man entspannt ist, also ruhend ist, dann ist diese Situation gut. Diese Situation ist stressreduzierend, stressmindernd und die Erfahrung, vor allem bei den Kinderärzten, er war ja Kinderarzt, Kinderpsychiater, ist, das es eben diesen plötzlichen Kindstod gibt. Dass es eine Form von Stress gibt, die auch tödlich sein kann, die höchst belastend, bis hin zu tödlich sein kann. Obwohl der Körper ruhend ist und es war ihm immer ein Rätsel. Wie kann das denn sein?

Denn Ruhe ist doch so, dass es keinen Stress auslöst. Er hat dann herausgefunden, dass es verschiedene Arten von ruhenden Körper gibt und hat dann diese Polyvagaltheorie gefunden. Polyvagal, also der Vagusnerv, der Ruhenerv, der hat mehrere Anteile. Deshalb auch Poly und es gibt auch Teile von dem Vagusnerv der diesen Todstellreflex, der diese Immobilität, diese unbewusste, diese Unbeweglichkeit des Körpers auslöst, die aber gefährlich ist. Die Lebensgefährlich sein kann. Das ist der Verdienst den Steven Porges hatte.

So, eine nette Anekdote, die ich immer ganz toll finde, ist zu hören, dass Steven Porters verheiratet ist mit Sue Carter. Sue Carter ist die Expertin zum Oxytocin, zu diesem Bindungshormon, also zu diesem Hormon, das verantwortlich dafür ist, ob wir soziale Beziehungen als belohnend empfinden oder nicht. Dieser hormonelle Kitt zwischen den Paaren, die das Paar sein als angenehm empfinden. Das diese beiden zusammen sind und als er seine Polyvagaltheorie entdeckt hat, ist seine Ehe neu entflammt. Danach haben die beiden sich neu verliebt. Die beiden haben sich auch gegenseitig angesteckt, sie mit dem, was sie entdeckt hat und er mit dem, was er entdeckt hat.

Die Bahn, wie die dahin führte, war diese Fragestellung: “Was ist denn der Unterschied zwischen den Babys die entspannt ruhen und den Babys die unentspannt ruhen?” Dabei ist er dem Nervensystem auf die Spur gekommen, dass dieses noch viel mehr kann als diese Notfallreaktion. Das ist nur eine Fähigkeit. Es gibt noch zwei andere, die eine eben in Beziehung zu sein und die andere, wenn ich merke, der andere der mir da gegenüber ist, dem kann ich nicht vertrauen. Dabei schellt dann das Nervensystem um, in den Kampf-Flucht- Modus. Ich habe mich damit beschäftigt und habe verstanden, ich bin, wenn ich Migräne bekomme in diesem Kampf-Flucht- Modus.Puh, das war eine Erkenntnis.

Das heißt, ich habe verstanden, was meine Migräne auslöst, dass es Stress ist und ich konnte den Stress benennen. Ich habe verstanden, dass ich so sehr im Stress war, im Stressmodus, dass ich es gar nicht mehr gemerkt habe. Sondern, dass es normal für mich war. Ich habe verstanden, dass es soziale Stressoren gab, die mich in diesen Stress reinbrachten. Ich habe verstanden, dass es auch soziale Faktoren sein müssen die mich da wieder rausbringen. Es war ganz schön ernüchternd, weil ich eben mit diesem Modell zusammen festgestellt habe, wenn ich in diesem Stress bin, wenn ich in diesem Funktionsmodus bin, dann sind meine Gefühle abgeschaltet. Ich werde von einer Vorstellungswelt angetrieben. Dabei habe ich festgestellt, dass ich meine Grenzen gar nicht mehr richtig erkennen kann und auch nicht einhalten kann, sondern mein Körper setzt mir Grenzen. Eben durch so einen Migräneanfall.

Wer Migräne kennt, so war es zumindest bei mir, wenn sie vorbei war, dann war ich der erholteste Mensch. Das heißt, ich habe auch den Eindruck, nach so einer Migräneattacke war ich wieder in diesem Beziehungsmodus. War ich wieder in meiner Kraft und das ging so lange, bis es wieder Auslöser gab, die mich wieder in diesen Kampf-Flucht-Modus gebracht haben. Dann begann der Kreislauf von vorne, ich hatte wieder Migräne, war diese vorbei, war ich wieder in Beziehungsmodus und das passt auch zusammen mit dem, was viele beschreiben.

Es gibt ein schönes Buch von Bärbel Wardetzki über den weiblichen Narzissmus. Ganz interessant. In diesem Buch wird immer geredet das, ich sag jetzt mal, dass Narzissten eine Spaltung haben, eine psychische Spaltung. Das wäre eine Erklärung, dass es Menschen gibt, die im Beziehungsmodus und im Kampf-Flucht-Modus hin und her pendeln. Das könnte so eine Spaltung sein. Dies wird eben gerade bei den Migränikern beobachtet. Das finde ich sehr spannend.

Doch, wie habe ich es jetzt nun aber geschafft, dass ich aus der Migräne weitgehend aussteigen konnte?

Ich habe heut zwar immer mal wieder einen Anfall, aber vielleicht einen in sechs oder acht Monaten. Verglichen mit zwei pro Monat, vor über zehn Jahren. Das ist ein Unterschied und das ist Lebensqualität. Jemandem der ständig Schmerzen hat dem brauche ich das nicht sagen was es bedeutet. Das ist wertvoll!

Wie habe ich es geschafft?

Letztlich ist es so, dass es nicht ich geschafft habe, sondern mein Mann hat es geschafft. Ich habe auch festgestellt, wenn ich im Kampf-Flucht-Modus bin, dann ist meine Wahrnehmung eingeschränkt. Diese eingeschränkte Wahrnehmung beinhaltet, dass ich es gar nicht mehr merke, dass ich am Funktionieren, dass ich am Kämpfen bin. Mein Mann aber merkt das sehr wohl. Ein Zeichen, woran man es als Außenstehender merken kann ist, dass man merkt, da ist eine Beziehungsverletzung. Das Herz tut weh, man spürt, dem anderen kann man nicht vertrauen, man spürt, der andere ist nicht mehr mit einem verbunden und das tut weh. Selber hat man aber in dem Modus keinen Zugang zu seinem Herzen das ist wie abgeschaltet, genauso wie das Bauchgefühl. Die Intuition ist nicht zugänglich, obwohl sie da ist. Letztlich hat mir dieses System selber so viel erklärt und zugänglich gemacht, weil ich immer so gearbeitet habe.

Wenn ich, also ich habe immer beobachtet, wenn ich bei meinen Patienten alte Blockaden löse, dann haben sie plötzlich Fähigkeiten zugänglich, die vorher nicht da waren, bei dem der Zugang vorher nicht da war. Ich habe ihnen nicht beigebracht wie das geht. Ich habe nur die Blockade gelöst und plötzlich war es da. Das war für mich dann verständlich. Ich habe die Patienten aus dem Kampf-Flucht-Modus in den Beziehungsmodus gebracht. Plötzlich waren sie wieder mit ihrem Herzen verbunden, mit ihrem Bauchgefühl und konnten Dinge die, die einfach da sind. Wenn unser Nervensystem in Beziehungsmodus ist, wenn Empathie eingeschaltet ist, wenn wir in unsere Kraft sind. Genau.

Nicht ich habe es zu verdanken, dass ich meine Migräne überwunden habe, sondern mein Mann hat mir das ermöglicht, indem er einfach immer wieder gemeckert hat und sagte:

“Shivani, ich mache da nicht mehr mit, wenn du jetzt in diesem Modus bist, lebe ich so nicht mit dir. Entweder wir finden dafür eine Lösung oder ich gehe.”

Er hat mich immer wieder konfrontiert mit seinem Schmerz. Erstmal habe ich ihn bekämpft, weil ich dachte, er will mir was Böses. Klar, ich war im Kampf-Flucht-Modus. Irgendwann dann habe ich kapiert, “Scheiße, der hat recht!” Wenn ich das mal so sagen darf und hab begonnen ihm zu vertrauen. Ich habe begonnen zu vertrauen, wenn er das sagt, dann stimmt das, dann ist da was dran. Wir haben zusammen entwickelt, wie wir damit umgehen können, wie ich wieder in den Beziehungsmodus kommen kann, wie mein Nervensystem sich entspannen kann, wie ich wieder Sicherheit spüren kann, wie ich wieder Vertrauen spüren kann, dass ich es umschalten kann. Denn das Geheimnis, ist der Schalter, sind Sicherheit und Vertrauen. Das ist ganz einfach. Wie gesagt, das ist die Geschichte. So hab ich es geschafft Migräne zu überwinden.

Für mich ist es unendlich wertvoll, dass ich wieder die Kraft zur Verfügung habe meinen Alltag zu leben, ohne von Migräne herausgerissen zu werden, ohne von dunklen Gedanken an meiner Schaffenskraft gehindert zu sein, ohne ständig auf meine Ernährung achten zu müssen. Aktuell bin ich jetzt in Italien zusammen mit meinem Mann. Wir trinken Wein, wir haben vorhin Spaghetti mit Tomatensoße gegessen. Ich kann genießen, ich kann Wein trinken, ich kann Dinge essen, bei denen ich vor über zehn Jahren jedes Mal, bei jedem Bissen einen Anfall bekommen hätte. Das heißt meine Lebensfreude ist zurück, mein Lebensgenuss ist zurück. Ich habe so gut wie keine Schmerzen mehr und das habe ich Steven Porges zu verdanken. Dieser Einsicht, dieser Entdeckung mit dem Nervensystem und dafür bin ich ihm sehr, sehr, sehr dankbar.

Für mich persönlich ist es wichtig, dass hier im Podcast zu erzählen. Auch, wenn es inhaltlich nicht um das Thema Kinderwunsch geht. Ich mag aber das Vertrauen zum Dranbleiben vermitteln. Wenn sie Migräne haben, dann Vertrauen sie, bleiben sie dran. Es ist möglich das zu überwinden. Ich habe mir vorgenommen, dass ich meine Erfahrungen gerne weitergeben möchte und zwar in Form von einem Kurs.

Es wird in Kürze einen Stresstest geben, durch den sie testen können, ob dieser Kurs ihnen hilft, ob er ihnen helfen kann. Es gibt also bald einen kleinen Minikurs, der dazu gedacht ist, diesen Stress überwinden zu können. Sobald es den Kurs gibt, ist dieser unten verlinkt. Sie können sich auch gerne schon in die Warteliste eintragen. Einfach in dem Feld unten im Podcast die E-Mail-Adresse eintragen.

Dann bedanke ich mich heute fürs Zuhören und freue mich über einen Kommentar von ihnen, über ein Like, wenn sie den Kanal abonnieren oder wenn sie mir ihre Erfahrungen mitteilen.

Mein Anliegen

Mit meinem Podcast möchte ich Ihnen einen Einblick in meine Arbeit geben. Das soll Ihnen helfen, Ihre Lebenszeit wertvoller zu machen. Deswegen unterstütze ich Sie gerne mit einem Online-Termin, Zweifel oder Selbstzweifel hinter sich zu lassen, um wieder Vertrauen zu fassen.

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Und mir ist es wichtig, Sie zu ermutigen: Geben Sie das was Ihnen wichtig ist nicht auf – bleiben Sie dran! Bleiben Sie dran – an Ihren Zielen – und an Ihrem Kinderwunsch.