Warum Bloggen? Fürs Selbstbewusstsein! Interview mit Judith Peters

Okt 2, 2022 | Selbstbewusstsein | 0 Kommentare

Im Mai diesen Jahres habe ich mit Judith gesprochen. Ich stelle ihr auch die Frage: “Warum bloggen?” “Fürs Selbstbewusstsein”, ist natürlich die Antwort von Judith. Es ging im Interview um ihre Erfahrung mit dem Thema Selbstbewusstsein und wie sich Bloggen darauf auswirkt. Und ich schicke dich gleich rein, ins Interview-Vergnügen. Ich habe das Interview mit Überschriften strukturiert – die gehören nicht zum Interview, sondern sollen den Lesefluss erleichtern. Es soll ein kleiner Leitfaden sein, damit du durchschollen kannst, falls du es nicht komplett durchlesen möchtest.

Warum bloggen? Fürs Selbstbewusstsein! Hier ist das Interview mit Judith Peters

Falls du das Interview mit Judith Peters nicht lesen, sondern lieber hören magst, dann höre die Podcastfolge #78. Nimm dir 40 Minuten Zeit.


Shivani

Herzlich willkommen hier im Podcast. Es geht hier darum, wie du deine Frau stehst und nicht dir selbst im Weg. Ich bin Shivani Vogt, ich bin Psychologin und mir ist wichtig, dass wir Frauen mutig unseren Weg gehen und uns nicht aufhalten oder abhalten lassen von dem, was uns wichtig ist. Das passiert oft. Frauen, die unter Contentängst leiden, also der Angst, sich nicht mit dem zu zeigen, was sie der Welt zu sagen hätten. Und zwar beim Bloggen und darüber, wie man das überwinden kann, spreche ich heute mit Judith Peters im Interview. Viel Spaß! Grüß Gott an dich, liebe Hörerin. Ganz schön, dass du wieder mit dabei bist, dass du wieder zuhörst. Heute habe ich  Judith Peters zu Gast. Und Judith ist eine Frau, die ich schon seit drei, vier Jahren verfolge und mit der ich jetzt blogge. Sie ist total vielfältig. Sie hat ein Online Business. Sie sprüht vor kreativer Energie. Sie hat drei Kinder. Sie lebt mit Blick aufs Schloss. Und ja, sie macht nicht nur Handstand, sondern auch Wortakrobatik. Herzlich willkommen, liebe Judith.

Judit

Danke schön. Was für eine schöne Vorstellung. Ich danke dir sehrI

Shivani

Ich habe dich eingeladen, weil ich mitbekommen habe, dass deine Arbeit einen Nebeneffekt hat. Hier im Podcast geht es ja um Selbstbewusstsein. Und du legst oft den Fokus drauf, dass das, was du tust, auch als Kollateraleffekt quasi die Auswirkung hat, dass das Selbstbewusstsein größer wird, stärker wird. Aber ich mag erst mal mit dir über das reden, was du tust. Wenn ich den Leuten sage, dass ich blogge – manche, die wissen, was das ist, und andere, die wissen es nicht. Und ich kann mir vorstellen, dass einige von meinen Hörerinnen nicht wissen, was ein Blog ist. Magst du mal diese Anfängerfrage beantworten?

Was ist ein Blog?

Judit

Natürlich, sehr gerne. Also ein Blog ist im Grunde eine Website und bloggen tun wir auf unserer eigenen Webseite. Also nicht bei Facebook, nicht bei Instagram, da posten wir, wenn wir da irgendwas schreiben. Und dieses Bloggen ist eben: Ich veröffentliche Inhalte auf einer eigenen Webseite. Meistens oder im Idealfall heißt die Webseite vielleicht auch so wie wir. Also ich weiß nicht. JudithPeters.de, die Oder sympatexter.de, das ist mein Künstlername und dort veröffentlichen wir regelmäßig Inhalte. Und das können dann zum Beispiel irgendwelche Expertenartikel sein oder persönliche Rückblicke oder Meinungsartikel oder, oder oder. Und die sind dann umgekehrt chronologisch sortiert. Das heißt, der neueste Artikel, der neueste Texte wir veröffentlicht haben, ist der, der ganz oben sichtbar ist. Und das ist so eines der Kennzeichen eines Blogs. Und das unterscheidet eben auch einen Blog, zum Beispiel von irgendwelchen anderen Webseiten wie Wikipedia zum Beispiel, wo alles irgendwie geordnet ist, vielleicht alphabetisch oder wie auch immer. Und das ist dann eben ein Blog, also unsere eigene Webseite.

Shivani

Manchmal ist es so wie ein Tagebuch, nur online. Es ist eine Webseite auf der ich Artikel schreibe so wie im Buch. Ja, ein Blog ist was ganz Eigenes. Man kann es gar nicht richtig vergleichen.

Judit

Also es kann auch, es kann alles Mögliche sein. Ein Blog kann kann ein Nachrichtenmagazin sein. Also viele Nachrichtenmagazine sind eigentlich Blogs, weil sie ein Content Management System sind. Das klingt alles so wahnsinnig technisch. Und es kann auch ein Tagebuch sein. Klar, viele Blogger von heute haben früher als Tagebuchblogger angefangen? Und es wurde auch als Tagebuchbloggen so ein bisschen so verächtlich verniedlicht oder so so niedergemacht. Ich habe auch so angefangen. Also ich habe als Tagebuchbloggerin angefangen. Heute bin ich Blogexpertin und schreibe alle möglichen Arten von Blogartikeln.

Shivani

Ja und zum einen lebst da etwas, das andere sich wünschen, was ein Traum ist von ganz vielen. Ich arbeite ja auch online und mir begegnet es auch, dass die Leute sagen: ” Wow, was du da lebst.” Und die Leute sehen meistens nur die eine Seite, meistens die, die sie sich wünschen. Und ich mag gern mit dir heute zum einen auch drüber reden, wie ist denn auch die andere Seite? Aber auch du begleitest die anderen auch da rein in das, was du lebst.  Diese zwei Seiten interessieren mich. Wie hat es denn bei dir begonnen?

Wie hast du mit Bloggen begonnen?

Judit

Du meinst mein Blog Abenteuer?

Shivani

Dein Blog Abenteuer. Richtig.

Judit

Ja, es ist echt eine abenteuerliche Geschichte. Also, es war Mitte der Mitte der Nullerjahre. Also, ich habe 2005 meinen allerersten Blogartikel geschrieben, am 1. August 2005. Und das war, weil viele um mich herum in meinem Freundeskreis gebloggt haben. Und damals habe ich gedacht, ich bin voll spät dran. Alle bloggen schon. Und das war einfach, es war so eine Aufbruchstimmung. Es war so ein: Ja,  das Internet bietet so viele Möglichkeiten, sich zu äußern und kreativ zu werden. Und da in dieser Welle, das war quasi so die zweite Welle der Blogger, da kam ich dann auch mit rein. Und ich habe damals auch Medienmanagement studiert. Also ich war sowieso schon. Ich habe sowieso schon “irgendwas mit Medien” gemacht und war da sehr fasziniert von diesen Möglichkeiten. Und das hat mich einfach total angezogen. So, diese Möglichkeit, öffentlich irgendwas zu machen, zu sagen, die ganze Welt kann das theoretisch sehen. Diese Idee hat mich so angezogen, dass ich einfach wusste: “Boah, das muss ich machen!”

Shivani

Super. Und dann bist du, glaube ich nicht gleich dran und nicht gleich dran geblieben. Du hattest noch eine Pause dazwischen?

Judit

Erst mal war ich jahrelang sehr aktiv als Bloggerin. Aber dann so ungefähr  so 2010. 2011 bin ich schwanger geworden, bin Mutter geworden, zum ersten Mal. Da, hat so ein bisschen angefangen, dass ich mir auch überlegt habe, will ich meine Kinder im Internet zeigen? Aber schon davor, im Jahr 2009, habe ich mich selbstständig gemacht als Texterin, weil ich war davor angestellt oder angstgestellt-  ich das immer gerne bezeichne, ich war eine Angstgestellte.

Shivani

Deine Wortakrobatik.

Judit

Jedes Wort ist eine kreative Spielwiese. Und als Angestellte hatte ich, habe ich mir nicht über so Sachen Gedanken gemacht wie als Selbstständige und als Selbstständige habe ich dann plötzlich gedacht: Darf ich das bloggen? Oder buchen mich dann die Leute vielleicht nicht mehr, weil ich nicht so professionell bin? Weil ich vielleicht einen Rückblick schreibe? Oder weil ich vielleicht eher so ein lifestylig blogge, auch eher so Meinungsartikel schreibe über Dinge, die ich erlebt habe und nicht nur so schlaue Experten Artikel, die sonst diese ganzen Experten in meinem Umfeld um mich herum gebloggt haben. Also das waren ganz eindeutig so Experten Blogger, die fanden mich immer so anders. Und da ich mich echt gefragt so darf ich das bloggen? Dann habe ich auch auf meiner Webseite gewechselt vom vom Duzen zum Siezen. Und das war so endgültig der Todesstoß für meinen Blog, weil ich dann irgendwie komplett die Lust verloren habe. Es hat mir gar keinen Spaß mehr gemacht und dann habe ich fünf Jahre kaum noch gebloggt. Ich habe immer noch jede Woche einen Blogartikel veröffentlicht, aber nur ein Wortspiel. Also keine persönlichen und keine Experten Artikel, keine epischen irgendwas Anleitungen, sondern wirklich nur so ein Wortspiel, dass ich halt was gebloggt habe. Aber es hat sich angefühlt, als ob ich nicht mehr wirklich bloggen würde. Das war eine lange Pause, das ging bestimmt fünf Jahre lang.

Shivani

Okay. Und denkst du, es hatte was mit dem zu tun, das du dir da so Regeln auferlegt hast, die nicht stimmig waren oder mit damit, dass du Mutter warst, du ein wenig Zeit hattest?

Judit

Ja, ich glaube, das hatte mehrere Gründe. Ich versuche das ja immer noch zu analysieren. Ich will ja immer wissen, warum ist etwas so gelaufen oder warum ist etwas so passiert? Und ich glaube, einer der Gründe war das war, dass ich dieses Gefühl, ich darf das nicht schreiben, weil es wirkt nicht professionell und das hat mich dann so unter Druck gesetzt. Ich muss was Professionelles schreiben, was ist was Professionelles und dann habe ich mir so viele Gedanken gemacht. Und wenn man sich anfängt, viele Gedanken zu machen, dann kommt man nicht in die Umsetzung. Und ein anderer Faktor war: Dann war ich plötzlich Mutter und um mich herum gab es viele Mütter Blogs. Die habe ich schon gesehen und fand es auch cool. Aber ich dachte, ich bin ein schlechter Mensch, bin eine schlechte Mutter, wenn ich mein Kind im Internet zeige. Damals war ja auch diese Diskussion ganz groß. Dann kommen die Stalker und dann kommen die was weiß ich, die Verrückten und entführen dein Kind. Also es ist halt nicht gut, das Kind zu zeigen. Es hat mich sehr verunsichert in meinem Glauben. Und heute bereue ich es, dass ich eben nicht über diese Mutter Zeit, über diese Schwangerschaften geschrieben habe. Es hätte so viel gegeben zu Erzählen, ich hätte so viel gesagt, oder? Es waren so viele Themen in meinem Leben plötzlich, die ich vorher nicht hatte und ich finde es echt schade, dass ich das nicht verbloggt habe.

Was heisst: Ich bin Haltungsbloggerin?

Shivani

Du sagst immer, du bist Haltungsbloggerin? Was meinst du damit?

Judit

Ja, Haltungsbloggerin. Das ist eben. Ich blogge nicht, weil ich Akquise machen möchte. Ich blogge nicht, weil ich irgendwo gebucht werden möchte oder weil ich ein Buch schreiben möchte oder entdeckt werden möchte. Oder weil ich PR machen möchte. Sondern ich blogge, weil ich eine Meinung habe, die ich in die Welt hinaustragen möchte. Und diese Meinung, zu der stehe ich dann auch. Diese Meinung kann sich auch ändern. Aber es ist eben eine Haltung, die ich in die Welt trage und eben nicht immer nur mein Wissen. Weil viele denken eben, wenn sie bloggen, dann müssen sie Expertenwissen in die Welt tragen. Und jeder Blogartikel muss 2000 Wörter haben. Es muss ausführlich sein, muss eine Anleitung sein. Und ich sage Nein, das braucht es nicht. Das kann es zwar sein, was wir glauben, vielleicht zu 30 %, aber der Großteil auch bei mir sind Zeitungsartikel. Also was ist meine Meinung zu X, Y oder wie finde ich irgendwas, was um mich herum passiert? Wie bewerte ich einen Branchentrend? Was ist mir widerfahren? Über was kann ich reden? Rückblicke sind zum Beispiel auch Zeitungsartikel, weil ich da auch ganz viel Meinung oder Persönlichkeit von mir preisgebe. Und das sind einfach diese Blogartikel einer Haltungsbloggerin. Also Haltungsartikel sind Blogartikel, die viel Persönlichkeit enthalten, viel eigene Meinung und auch sehr viel, bei dem wir denken: Interessiert das überhaupt jemanden? Also wirklich so dieses: Es ist kein Wissen an sich, aber es ist etwas, was mich besonders macht und was ich mit der Welt teilen möchte. Das ist eine Haltungsbloggerin.

Shivani

Und das ist letztlich das, wozu ich aus der psychologischen Sicht sagen würde: Das ist der Punkt ist, wo andere andocken können, wo eine Beziehung entstehen kann.

Judit

Genau, weil es dockt ja keiner am Wissen an. Wen interessiert das schon?

Shivani

Genau, das ist ja austauschbar. Aber ich bin es nicht.

Judit

Ja, ganz genau. Unsere Meinung, unsere Haltung, unsere Persönlichkeit ist das, was auch die Kunden anzieht. Weil ich bin bestimmt nicht die einzige oder die beste Werbetexterin. Es gibt bestimmt noch andere mit mehr Erfahrung auf diesem und jenem Gebiet. Trotzdem kamen dann eben auch viele Agenturen zu mir, als ich Freelancer war. Aber sie haben meinen Blog gefunden und fanden es gut, was sie gesehen haben. So, da habe ich schon gemerkt: Ah, okay, irgendwie so meine Art kommt gut an und so hat sich das dann entwickelt, dass ich dann irgendwann auch für mich als Expertin festgestellt habe: Ich muss mehr Persönlichkeit zeigen, um überhaupt die richtigen Kunden anzuziehen. Sonst habe ich nur irgendwelche Leute, die irgendeine Texterin haben wollten. Und dann wundere ich mich, dass Zusammenarbeit nicht funktioniert. Also deswegen Haltungsblogger.

Shivani

Jetzt sagte ich vorhin, ich würde gerne mit dir auch ein bisschen drüber reden: Was ist denn auch herausfordernd an diesem ganzen Business? Und ich habe vor kurzem von dir einen ganz berührenden Text gelesen. In Deutschland ist diese Kultur, dass ja nicht gerade nur positive Energie versprüht wird, sondern dieses “die anderen ausbremsen und niedermachen, schlechtreden” ist eher verbreitet. Das sagen mir andere auch, die zum Beispiel in Australien waren und wieder in den deutschsprachigen Raum zurückkommen. Und bei Frauen ist es noch viel stärker, als wenn das jetzt ein Mann macht. Das ist auch eine Seite von dem Ganzen.

Das Ja aber der anderen im Onlinebusiness

Judit

Ja, also ich habe dieses Posting geschrieben, in dem ich dieses “ja aber” beschrieben habe, diese “ja aber Mentalität”. Wennn ich zum Beispiel schreibe: Ich hatte einen erfolgreichen Launch. Da kommen sofort die, “ja, aber” Leute, die dann sagen: Ja aber, das war nur möglich, weil du deinen Mann bei dir eingestellt hast. Ja aber, das war nur möglich, weil du so viel Geld für Facebook ausgegeben hast oder irgendwas. Die versuchen dann immer, so einen Grund zu finden, warum das irgendwie auf sie nicht anwendbar ist oder warum das gar nicht so toller Erfolg ist oder, oder, oder. Und da denke ich mir immer so: macht euch das glücklich, so was zu schreiben oder was? Was gibt euch das? Den Erfolg von jemandem so “weg zu abern”. Also immer mit diesem “ja aber”. Jahr. Das ist so verrückt, finde ich. Also verrückt, dass man darauf Energie gibt, dass man jemanden irgendwie so “ja abert, sage ich mal so als Verb. Da frage ich mich echt: Was treibt die an?

Shivani

Ach ja, wir könnten das jetzt analysieren, aber das bringt uns glaube ich nichts.

Judit

Nein, ich möchte meine Energie nicht damit verschwenden.

Shivani

Genau. Und ich glaube, das ist auch das Entscheidende. Also, meine Beobachtung ist, wenn ich mir die anschaue, die mit dem Business online wirklich erfolgreich sind. Ich glaube, man kann das mit Druck machen, da funktioniert es auch mit viel Energie rein powern. Aber was ich bei dir beobachte ist, dass du ganz viel Energie hast, dass du ganz viel positive Energie verspürst und dass du vor allem ganz viel gibst.

Judit

Ja, ich bin von Natur aus und High Energie Typ. Da muss ich meinen Eltern echt danken, weil die sind beide so High Energy Menschen, die jetzt schon mit Mitte oder genauer gesagt Ende 80, also meine Mutter wird dieses Jahr 80. Das ist echt beeindruckend. Die arbeitet immer noch und sie macht das mit Freude. Nicht weil sie muss, sondern weil es ihr Spaß macht. Und wir haben noch ganz viele Pläne, was sie alles noch machen und sehen wollen in dieser Welt. Und das ist einfach eine Lebenseinstellung, so eine sehr positive, der Welt zugewandte Machermentalität, die ich auch von meinen Eltern mitbekommen habe. Und das hatte ich nie erkannt, dass es irgendwas Besonderes ist. Ich dachte mir: Na ja, ich mache. Ich bin halt so, oder das ist doch normal. Und bis ich dann irgendwann erkannt habe: Das ist alles andere als normal, und dass das wirklich wie so eine Art, vielleicht so eine Art Superkraft ist, also so um einen herum, eine hohe Energie und natürlich diese Kreativität, die ich habe. Ich glaube, diese Kombination ist das, was mich dann auch so besonders macht. Und ja, dieses Leben. Ich bin einfach fest davon überzeugt, auch aus eigener Erfahrung, weil ich das wirklich so erlebt habe, dass ich der Welt irgendwie viel gebe, dass das über fünf Ecken irgendwann zurückkommt mit Zinseszins. Also wirklich es ist total abgefahren. Ich kenne immer die Leute, die dann sagen, du darfst nicht alles in deinem Blog veröffentlichen oder du musst ganz vorsichtig sein, was du kostenlos rausgibt. Du willst ja nicht, dass die dann schon zufrieden sind. Dann brauchen sie dich nicht mehr. Das ist mir völlig fremd, diese Denkweise. Also ich gebe alles in meinem Blog raus oder in meinen Challenges. Das ganze Wissen, was ich habe, können sie bekommen und warum. Also es kommt dann trotzdem zu mir zurück, weil die Leute ja nicht mit mir arbeiten, nur weil ich dieses Wissen habe, sondern weil sie dann wissen: Hier geht es weiter mit dem Bloggen. Da bleibe ich wirklich dran, weil diese Energie zieht mich mit. Also dieses: Oh Gott, ich ich muss mich nicht bremsen, es ist alles gut so wie ich bin und die richtigen Leute werden das schon positiv interpretieren. So, das ist auch meine Haltung der Welt gegenüber.

Shivani

So nehme ich dich auch wahr. Und ich glaube, das ist schon der erste Punkt, der auch mit dem Selbstbewusstsein zu tun hat. Ich glaube, es gehört Selbstbewusstsein dazu, das so tun zu können, nicht die Angst zu haben: Oh, die nehmen mir was weg oder ich muss da irgendwo eine Grenze setzen, dass ich da meins irgendwie sichern kann, sondern du gibst einfach und da gehört, glaube ich, Selbstbewusstsein dazu.

Judit

 Es gehört Selbstbewusstsein dazu, sich nicht verunsichern zu lassen von denen, die sagen: “Aber dann buchen dich die Leute nicht mehr und du musst vorsichtiger sein.” Und es ist einfach diese, diese großzügige Haltung, dieses: “Ich teile”. Und so wie Liebe sich vermehrt, in die Welt bringt, so ist es dann auch mit dieser, mit dieser positiven Haltung. Und ich bin einfach wirklich fest davon überzeugt, dass das eine gute Sache ist. Und ich sehe das ja auch. Leute sind so begeistert, wenn sie dann bei mir irgendwo mal ein Freebie heruntergeladen haben oder bei einer Challenge dabei waren, die sagen dann: “Total krass, so was habe ich noch nie erlebt.” Oder es ist so positiv und  ist es nicht das, was wir in die Welt bringen wollen? Ich will doch nicht, dass die Leute irgendwas runterladen und sich dann denken: “Ja, wo ist jetzt der zweite Schritt?” Sondern ich will ja, dass die so ein positives Erlebnis haben und dass wir mit solchen, mit so einer positiven Grundhaltung sehr, sehr viel verändern können. Erst mal natürlich unsere eigene Wahrnehmung vom Leben, was mir widerfährt, wie ich das interpretiere und dann auch meine Angebote. Und das sickert dann so durch zu den Leuten, die dann bei mir bloggen. Und so können wir dann halt die Welt verändern. Ich weiß, das klingt total hochgestochen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir das tatsächlich machen können.

Shivani

Ich weiß, was du meinst. Das ist was, was wir tatsächlich gemeinsam haben. Ich habe auch so ein ganz ja, wie so eine Jugendliche diese Mission, die Welt zu verändern. Und ich glaube, das ist nur so, über Beziehungen, möglich. Das ist, glaube ich, die einzige Möglichkeit, dass da ein positiver Dreh reinkommt.

Judit

Genau diese Beziehungen hast du sehr, sehr gutes Stichwort. Ich bin auch der Meinung, gerade beim Bloggen. Das ist nicht etwas, das wir jetzt so machen und dann bin ich da so abgekapselt, sondern ich ermutige ja auch alle, immer nach außen zu verlinken, also nicht nur die eigenen Blogartikel untereinander zu verlinken, so wie man das lernt, in so einer guten, in so einem SEO Kurs, sondern eben auch andere Blogger zu verlinken. Und da haben ganz viele so einen Glaubenssatz. Auch wenn ich andere Blogger verlinke, dann sind ja meine Leser weg, dann sind sie ja bei dem anderen Blogger. Und auch das hier ist wieder so eine Frage des Selbstbewusstseins. Traue ich mich, andere Blogger zu verlinken? Traue ich mich, meinen Lesern ein Angebot zu machen, wo sie dann vielleicht auch was Tolles lesen in dem Wissen, dass sie dann zu mir zurückkommen werden. Und klar, ich meine, wir sind eine Blogosphäre, genauso wie eine Kultur. Wir leben ja nicht alleine vor uns hin, sondern wir haben alle Beziehungen und wir haben zum Beispiel Familie oder Freunde oder Wissen in einem Verein. Ich habe überall Beziehungen. Was wären wir ohne diese Beziehungen? Wir wären ziemlich einsam und wir könnten nicht mal Brot essen, weil ich nicht weiß, wie man ein Brot macht. Wir brauchen einander. Und ich bin der festen Überzeugung, dass das auch in unserem Business eine positive Herangehensweise ist, wirklich dieses Netzwerk aufzubauen, andere zu stärken, andere zu featuren und zu zeigen: Hier, schau mal, bei der findest du auch was Tolles hier, lies doch mal ihren Blog und dass das uns alle voranbringt, dann auf lange Sicht.

Warum Bloggen fürs Selbstbewusstsein gut ist

Shivani

Ich höre dich oft übers Selbstbewusstsein reden und du sagst ja, dass das Bloggen eben auch das Selbstbewusstsein stärken kann. Was ist denn deine ganz persönliche Erfahrung damit?

Judit

Also jeder, der sich mal überlegt hat zu bloggen, kennt ja diesen Moment. Wenn der Finger so über diesen veröffentlichen Button kreist und sich fragt: Veröffentliche ich das jetzt oder nicht? Ha, la, la, la. Und wenn man sich das dann traut, wächst man ja so ein bisschen über sich hinaus. Man verlässt seine Komfortzone mit diesem Klick auf den veröffentlichen Button. Und wenn man das regelmäßig macht, dann ist es ja wie Krafttraining. Also wir schulen oder wir trainieren unseren Muskel, uns etwas zu trauen, in die Welt hinauszugehen, sichtbar zu werden. Und das macht uns mit jedem Blogartikel so ein bisschen mutiger, ein bisschen selbstbewusster. So ein bisschen ist mir egal, was andere sagen. Ich mache es jetzt einfach und man schreibt vielleicht beim ersten Blogartikel noch nicht so krasse Meinungs – Sachen, aber vielleicht beim fünften oder vielleicht beim zehnten Blogartikel. So tastet man sich dann so Schritt für Schritt ran. Deswegen finde ich das Bloggen so super, weil das Bloggen bietet uns allein, also allein durch diese Plattform, die wir da aufbauen, bietet es uns so viele Möglichkeiten, unser Selbstbewusstsein zu schulen. Zum Beispiel auch bei so einer Frage wie: Duze ich oder sieze ich? Zeige ich ein Foto von mir oder zeige ich das nicht? Mache ich bei dieser Blogparade mit oder nicht? Und so viele Möglichkeiten, uns selbstbewusster so in die Welt hinaus zu stellen. Und das finde ich so großartig am Bloggen.

Shivani

Und ich bekomme beim Bloggen auch Bewusstsein darüber, wer ich bin, was ich kann. Weil ich frage dich jetzt Hattest du schon immer dieses, dieses Wissen, dass du diese Fähigkeit hast, diese Energie in die Welt zu bringen?

Judit

Nein, um gottes willen, denn hätte ich das gewusst, wäre mein Leben, glaube ich, anders verlaufen, ich hätte mich nicht durch drei Festanstellungen gequält. Ich war in dem Glauben: Ich bin ja nur was wert, wenn ich eine gute Festanstellung habe. Ja, das Bewusstsein darüber kam natürlich. Vorher habe noch nicht mal gewusst, dass ich gut schreiben kann. Das gehört ja auch dazu. Das kam ja auch erst mit dem Bloggen, dass ich dann festgestellt habe: Ich glaube, ich habe ein Talent dafür. Oder: Ich kann ja voll gut mit Wörtern und mit so Wortspielen. Dazu kommt noch: Deutsch ist ja auch nicht meine Muttersprache. Also das kommt ja auch noch dazu, dass ich immer dachte, ich bin eh nicht gut in Deutsch. Und ich war auch nicht gut in Mathe. Und was bleibt da noch übrig? Irgendwas mit Medien oder Kunst oder? Und ich hatte einfach meine eigenen Talente nicht erkannt. Ich habe es erst erkannt in meinen Dreißigern, mit Ende 30, dass mir das mal so bewusst wurde.

Shivani

Ich glaube, das ist was Besonderes, aber man erkennt es ja auch selbst oft nicht, weil man hält sich ja für total selbstverständlich, wie man ist. Und erst so mit mehr Lebenserfahrung wird einem dann klar: Oh Gott, das ist ja was! Total abgefahren ist man ja. Also bei mir hat das länger gedauert. Das heißt durchs Tun. Durch dieses regelmäßige Bloggen entsteht auch ganz viel Selbstbewusstsein in dem Sinne, dass sich jemand, der bloggt, einfach kennenlernt und viel mehr Bewusstsein darüber hat: Wer bin ich, welche Fähigkeiten habe ich denn und wie möchte ich mich zeigen? Es ist stimmig.

Warum bloggen? Weil es Klarheit bringt

Judit

Genau. Ja, das ist ja auch eine Sache der Klarheit. Bloggen ist wie Journaling, quasi – nur dass ich es öffentlich mache. Und dadurch muss ich ja noch mal anders reflektieren. Wenn ich etwas öffentlich mache, dann denke ich da auch noch mal anders drüber nach. Und dann fragt man sich schon: Für wen schreibe ich das? Oder: Für wen könnte das interessant sein, was ich schreibe. Mit diesem Blogartikel möchte ich wen genau ansprechen? Und da macht man sich so viele Gedanken beim Schreiben von Blogartikeln, dass man da so ganz nebenbei ganz viel Klarheit über sich selbst gewinnt. Über was will ich eigentlich im Leben? Wo sehe ich mich in fünf Jahren? Mit wem möchte ich zusammenarbeiten oder mit wem auch nicht? Das ist wirklich für mich auch meine Klarheitsmaschine. Und also abgesehen davon, dass es mich selbstbewusst macht, macht es mich auch ganz klar in dem was ich will. Und es macht mich auch klar in der Wahrnehmung der anderen. Weil da draußen hörich ganz oft: Judith, du bist ja voll die Blog Queen. Und ich denk mir: Ja super also wie krass ist das denn? Also die sehen mich so klar und selber weiß ich nicht genau wofür ich stehe. Und für alle anderen da draußen, die dann unseren Blog lesen, ist schon längst klar: Ja, die steht für dieses und jenes Thema. Du stehst für Selbstbewusstsein, ich stehe fürs Bloggen, für die anderen ist alles klar.

Shivani

Da sprichst du jetzt was an, das geht schon ein Thema rein, das ich auch gern ansprechen möchte. Du hast schon oft drüber geredet, und zwar das Hochstapler Syndrom, das Impostorsyndrom.  Und für die, die jetzt nicht wissen, was das ist. Impostor heißt Hochstapler. Und es gibt so ein Phänomen, das ist relativ verbreitet, dass Menschen von sich denken:” Oje, bitte, bitte bewahre mich davor, dass andere draufkommen, dass ich das eigentlich gar nicht kann, dass ich im Grunde eigentlich eine Hochstaplerin oder ein Hochstapler bin. Da hast du auch eine Geschichte zu erzählen, weil das hat ja auch mit Selbstbewusstsein zu tun.

Warum Bloggen fürs Selbstbewusstsein gut ist und das Impostorsyndrom

Judit

Ja, manchmal frage ich mich, wenn wir über Selbstbewusstsein reden. Da denke ich mir so: Als Kind war ich eigentlich total selbstbewusst, aber es ist dann so beim Erwachsenwerden verloren gegangen. Und das hat dann dazu geführt, dass ich so skurrile Situationen erlebte. Ich war eine angestellte Texterin und ich habe mich dann immer auch so beobachtet gefühlt. Es war mir immer so unangenehm, weil ich war in einem Großraumbüro mit anderen Leuten. Die haben dann auf den Bildschirm geschaut, das war immer schon so unangenehm. Und dann hatte ich immer einen Kreativdirektor oder jemand, der sich meine Arbeiten angeschaut hat. Und da habe ich mich auch immer ganz beobachtet und bewertet gefühlt und das hat mich immer unter Druck gesetzt. Ich habe mir dann echt gedacht, jedes Mal, wenn mich eine neue Agentur angefragt hat oder eine bestehende Agentur mich für ein neues Projekt wollte, hab ich mir jedes Mal gedacht: So, jetzt kommt heraus, dass meine Ideen eigentlich immer nur Zufall sind, weil im Grunde war das auch so: Also ich war bei einem Meeting und dann habe ich erst mal eine halbe Stunde lang keine Idee, bis irgendjemand einen total vermeintlich unwichtigen Satz gesagt hat oder ein Nebensatz und dann Bumm, bumm, bumm, plötzlich ist eine Idee entstanden. Und dann denk ich mir manchmal: Wenn ich jetzt nicht in diesem Meeting gesessen hätte und hätte das nicht gehört, dann hätte ich diese Idee nicht gehabt. Was für ein Glück! So kam das, dass ich dann dachte, meine Ideen sind nur Zufall, sie sind nur Glück. Und ich werde dann irgendwie enttarnt, entlarvt. Und ich habe jedes Projekt, das ich gemacht habe, gut oder sehr gut abgeschlossen. Ich habe sogar Awards gewonnen, aber das hat es noch schlimmer gemacht, weil ich mir dann dachte: Oh, jetzt ist der Druck noch größer.

Shivani

Es ist die Vorlage, die du jetzt jedes Mal erffüllen musst.

Judit

Oh, das war echt schlimm. Und dann habe ich mir gedacht: So möchte ich nicht mehr arbeiten, also immer diese Angst zu haben. So dieses: Fällt mir jetzt was ein? Beim nächsten Projekt wird mir garantiert nichts einfallen. Und immer diese Bauchschmerzen, die ich da schon hatte. Morgen muss ich wieder zur Arbeit, da muss mir was tolles einfallen. Boah, mega! Also ich glaube ich bin so der Archetyp der Person mit Hochstaplersyndrom.

Shivani

Genau und aus meiner Sicht – das Nervensystem ist ja nicht nur eine Einbahnstraße, sondern das ist was Soziales. Und es kann schon sein, dass sie dich so wirklich angeschaut haben. Das ist ja, in der Berufswelt gibt es ja diese Haltung andere nicht so richtig wertzuschätzen und das war vielleicht einfach die Rückmeldung von deinem Nervensystem: “Ich bin hier nicht richtig, ich werde hier nicht geschätzt.” Mir ist es wichtig, dass die Menschen nicht an sich selber zweifeln, sondern diese Zweifel auch übersetzen. Von “Mit mir stimmt was nicht” in “Hier stimmt was nicht.”

Judit

Ja, genau das hat sich ja auch gezeigt, dass das so war, weil dann, als ich mich selbstständig gemacht hab, da war das plötzlich wie so eine Erleichterung, die ich nicht in Worte fassen kann. Es war so ein:  “Och, alle Last ist von mir abgefallen.” Also vielleicht nicht alle. Ich hatte immer noch das Hochstaplersyndrom, aber es war nicht mehr so schlimm als Freelancer wie als Festangestellte. Und jetzt mit Onlinebusiness ist es noch mal besser geworden, weil ich jetzt auch nicht mehr so direkt für Agenturen arbeite, ich habe nicht mehr dieses bewertet werden, dieses beurteilt werden. Und plötzlich ist mein Leben ganz anders. Aber schon krass dieses Impostorsyndrom und was das mit einem macht.

Shivani

Aber tatsächlich bewerten dich ja jetzt viel mehr Menschen.

Judit

Ja, aber anders irgendwie und es geht mir nicht so nah oder ich weiß nicht, wie ich sagen soll. Es lässt mich nicht mehr an mir selbst zweifeln.

Judit

Und denkst du, das Bloggen hat da eine große Rolle gespielt oder was denkst du? Was war der Unterschied?

Judit

Ja, ich glaube, der Unterschied ist tatsächlich die Art und Weise, wie ich jetzt arbeite. Und dass ich dann mein Blog 2018 wieder reaktiviert habe, nach dieser jahrelang Pause, hat bestimmt auch irgendwie mit rein gespielt. Weil auch dieses Selbstbewusstsein und dieses Erkennen: Ich möchte eigentlich anders arbeiten und anders Leben – das war ja alles so ein Prozess der Klarheitsfindung, der durch das Bloggen beschleunigt wurde. Und als Bloggerin hat man ja vielleicht auch dieses Impostoryndrom, dieses Oh Gott, das interessiert doch niemanden, wer will das überhaupt lesen? Das wird ja bei Google überhaupt nicht gesucht oder gefunden oder wie auch immer. Und auch das trainiert man sich ja weg. Also ich habe jetzt mittlerweile über 1000 Blogartikel veröffentlicht und ich kann mittlerweile sagen, Contentangst, zumindest beim Bloggen ist kein so großes Thema mehr für mich. Und es ist so: Ich übe, ich übe mich darin, mein Syndrom abzulegen, aber ich weiß nicht, ob das jemals weggeht. Vielleicht wird es mir immer so ein bisschen erhalten bleiben. Vielleicht kann ich das auch positiv drehen, weil ich dann irgendwann der Meinung bin, dieses Impostorsyndrom oder diese Angst, die ich manchmal verspüre, ist eigentlich immer eigentlich ein ganz guter Indikator dafür, dass das so ein Wachstumspunkt ist. Also wenn ich das so spüre: Ich trau mich nicht oder oh, das ist irgendwie komisch oder blöd oder das will ja keiner lesen – dann ist das für mich immer so okay, ich glaube, da muss ich weiter reingehen. irgendwie ist da was, wo ich mich entwickeln kann oder muss oder darf. Und just do it, Judith – drückt den veröffentlichen Button.

Shivani

Da ist die Komfortzone, die Grenze der Komfortzone.

Judit

Genau, oder Jägerzaun der Komfortzone.

Shivani

Okay, so und jetzt kann ich mir vorstellen, die eine oder andere, die jetzt zuhört, hat vielleicht Lust bekommen, dass sie auch bloggt. Und du hast eine Challenge geplant?

Blogge in The Content Society in der Challenge Boom Boom Blog

Judit

Ja, ich habe eine große Challenge geplant. Großartig, groß und großartig. Und zwar ist es eine Challenge, bei der wir einen Blogartikel schreiben. Gemeinsam. Also ich gebe das Thema vor und alle schreiben mit. Und es ist ein Blogartikel von der, von dem ich denke, den muss eigentlich jede Person verbloggen. Also Selbstständige, Coaches, Therapeuten, Kreative, alle möglichen Selbstständigen und auch “normale Menschen”, also auch die, die noch nicht selbstständig arbeiten, sondern als Angestellte. Auch die müssen den verbloggen und das werden wir gemeinsam machen. Ich zeige Schritt für Schritt wie es geht und bin dann die größte Cheerleaderin und sage immer Chacka, Chacka, Chacka und dann trauen sich die Leute endlich einen Blogartikel zu schreiben. Weil ich auch die Erfahrung gemacht habe, wenn man das so alleine versucht, ist der Schweinehund dann doch zu groß. Wenn man es in einer Gruppe macht, das ist gut für unser Selbstbewusstsein. Das ist wirklich gut für für sich trauen. Und ich mache es ja nicht alleine und ich kann ja meine Fragen stellen und dann ist es einfach eine riesen geile Content Party.

Shivani

Ja, ich selber erlebe es so: Ich habe ja vorher auch schon gebloggt, aber ich merke mit dir und in dieser starken Community zu bloggen, das ist wie Bloggen mit Rückenwind.

Judit

Ja, genau, es ist ganz anders. Auch dieses Thema. Quäle ich mich alleine durch ein Thema oder habe ich eine Gruppe? Auch hätte ich früher gewusst, dass dieses Impostoryndrom etwas total normales ist, was ganz viele haben, es hätte alles verändert. Ich hätte gar nicht gedacht ich bin so alien (fremd) auf so einem Planeten der selbstbewussten Kreativgötter, sondern es ist ganz normal. Und genauso ist es jetzt auch beim Bloggen. Wir sind eine große Gruppe, wir unterstützen uns und es ist ein ganz anderes Gefühl, eine ganz andere Freude und Energie, die dann dabei ist, als wenn ich es versuche alleine zu machen. Weil alleine klappt mal irgendwas nicht, dann kann ich ja niemanden fragen, dann bleibt das Projekt wieder ein halbes Jahr liegen. Schade, dann habe ich schon wieder nichts getan. Ich wurde schon wieder nicht sichtbar. Da fängt man an, sich so zu geißeln, warum man es schon wieder nicht geschafft hat.

Shivani

Und das ist natürlich jetzt auch nicht gut für unser Selbstbewusstsein. Und wenn du das jetzt liest und gerne dabei sein magst, ich stell einen Link unten in die Shownotes, dann kannst du dich anmelden und am 23. Mai geht es los, oder?

Judit

Genau, um 23 Mai geht es ganz offiziell los.

Shivani

Verrätst du dann das Thema von dem Blogartikel oder schon vorher?

Shivani

Am 23. Mai werde ich verraten. Das heißt, sie müssen alle mit rein in die Challenge, die wissen wollen, was wir verbloggen. Aber die letzten Jahre oder die letzten Challenges, die ich gemacht habe, haben mir gezeigt, dass diese Themen sehr, sehr gut funktioniert haben, die ich reingegeben habe und dass die wirklich zu großer Interaktion und zu großem Wachstum geführt haben. Und deswegen kann ich wirklich nur allen empfehlen, die irgendwie schon immer bloggen wollten, aber es irgendwie nicht geschafft haben oder die so nach einem Wachstumsprojekt für sich selbst suchen oder nach einem Abenteuer oder sich wünschen sichtbarer zu sein. Wirklich, für alle, die dieses Thema mit dem Selbstbewusstsein haben. Ich finde für die ist das Thema Bloggen wirklich super und für diejenigen ist dann Boom Boom Blog – so heißt die Challenge – meiner Meinung nach wirklich perfekt.

Shivani

Super. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es mir zum einen ja noch mal ermöglicht, dass ich ganz anders über mich selber nachdenke, über das, wie ich schreibe, was ich schreibe. Aber auch meine Reichweite wächst, wenn ich an deinen Challenges teilnehme und in der Community auch. Das ist auch so ein Kollateraleffekt, so ein Nebeneffekt.

Judit

Genau. Ja, das zeigt dann ja auch, was man mit dem Blogartikel machen kann. Klar, bloggen ist ja schon ein großer Schritt für viele. Raus aus der Komfortzone. Aber dann zeige ich ja auch noch, wie du diesen Blogartikel in Social Media teilen kannst. Und dabei bekommen dann viele erst recht Schnappatmung, Herzinfarkt! Oh Gott, jetzt auf Instagram irgendwas noch zeigen. Und auch das ist wieder so ein Moment des Wachstums. Und dadurch, dass man dann diese Themen, die man verbloggt hat, auch in Social Media zeigt,  steigt dann ganz klar die Reichweite. Mehr Leute sehen dich, mehr Leute klicken dich, dein Blog wächst, mehr Kommentare, mehr Likes. Und das macht natürlich etwas mit uns. Wir sehen, wir werden oder wir werden sichtbar. Wir werden wirksam in dieser Welt. Etwas, das wir tun, hat eine Reaktion, eine positive Reaktion hervorgerufen. Das ist natürlich unglaublich gut für unser eigenes Selbstwertgefühl, dass wir das Gefühl haben: Wir sind wirksam. Etwas, das wir tun, hat einen positiven Effekt.

Shivani

Also ich genieße das tolle Gefühl beim das Bloggen, das ist unglaublich. Also ich ich bin total großer Fan vom Bloggen, aber gut, ich glaube das ist mittlerweile bekannt.  Und wenn du auch Blog Fan werden magst, dann sei dabei. Meld dich an zu Boom Boom Blog (*). Fällt dir noch was ein zum Thema Selbstbewusstsein und Bloggen? Ich glaube, wir haben alles besprochen?

Judit

Ja. Nein. Mein Motto ist einfach. Tut es einfach. Ich habe einen Claim, der heißt: Blog Like Nobodys Reading. Also blogge, als ob dich keiner lesen würde. Und auch das Bild befreit mich von diesen Ansprüchen, die man sich da so vorstellt, was die Leute von einem lesen wollen. Tu es einfach und es wird Gutes zu dir zurückkommen. Und dadurch, ich weiß nicht, steigt alles. Also alles wird positiver im Leben. Wenn wir anfangen, sichtbar zu werden und mit unserer Meinung oder mit unserem Wissen nach außen zu gehen. Und niemand hat ja was davon, wenn wir im stillen Kämmerlein irgendwie so vor uns hin brodeln. Ja, wirklich. Ich habe so viel Wissen, aber es interessiert niemanden. Trage es in die Welt hinaus mit deinem Blog und dein ganzes Leben wird sich verändern. Und das ist nicht einfach nur so dahergesagt. Ich weiß es aus Erfahrung, dass es alles verändern kann.

Shivani

Ja, du hast es gehört. Wenn du Lust drauf hast, dann meld dich an und ich danke dir ganz, ganz herzlich, liebe Judith, dass du uns den Einblick gegeben hast in dein Leben, in deine Haltung, in dein Business.

Judit

Ich danke dir, Shivani.

Shivani

Und ich freu mich schon auf Boom Boom Blog. Ja, ich werde auch dabei sein. Genau. Und ich danke dir, dass du zugehört hast. Heute wieder. Und dann freue ich mich, wenn du das nächste Mal auch wieder mit dabei bist. Bis bald.

Judit

Ciao. Ciao.

Hier geht es zum Blog von Judith Peters alias Sympatexter

Ich habe entschieden, ihren Monatsrückblick vom Mai zu verlinken – da kannst du noch mehr zu Boom Boom Blog lesen – wenn es dich interessiert. Du bist dort genau richtig, wenn du bloggen lernen möchtest. Aber es lohnt sich auch, einfach nur dort in ihren schönen Texten zu schmökern. Du bekommst wenigstens mal einen Geschmack vom Onlinebusiness und vom Bloggen.

(*) Dieses Interview mit Judith Peters führte ich kurz vor ihrer Challenge Boom Boom Blog. Das war im Mai 2022. Ich sage im Interview, dass es einen Link in den Shownotes gibt. Den verlinke ich hier nicht – denn das ist lange vorbei. Falls du jedoch über mich auf Judith aufmerksam wurdest, dann sage das doch, wenn du in The Contentsociety einsteigen solltest. Es gibt immer noch ein Partnerprogramm. Und wenn ich dich empfohlen habe, dann bekomme ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis dadurch nichts. Ich mag aber erwähnen, dass ich nur empfehle, wohinter ich auch voll und ganz stehen kann.

Du magst das Interview lieber hören?

Nimm dir ungefähr 40 Minuten Zeit und los geht’s:  #78 – Wie Bloggen dein Selbstbewusstsein stärkt – Interview mit Judith Sympatexter Peters

Du magst etwas erfahren zum Phänomen des Lebenden Zwillings?

Vom 12.-21.12.2022 hast du die Gelegenheit, für 0 € beim Onlinekongress dabei zu sein. Anmelden kannst du dich hier. Elke Brenner hat auch mich interviewt. Die Interviews sind jeweils um 18 Uhr frei geschaltet. Mein Interview kannst du am Dienstag, also am 13.12.22 ab 18 Uhr bis Mittwoch um kurz vor 18 Uhr hören.

Das betrifft dich nicht? Vielleicht hast du recht – vielleicht liegt hier die Lösung:

Kennst du diese Gefühle, die schon seit deiner Kindheit? So wie eine Hintergrundmusik?

  • Unerklärliche Trauer
  • Schuldgefühle, Verantwortungsübernehme – wenn es einen Schuldigen braucht, dann stellst du dich zur Verfügung
  • Wut – ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
  • Du bist auf der Suche? Weisst aber nicht, was du suchst?
  • Verlassenheitsängste (auch wenn der Partner betroffen ist und es scheinbar mit dir nichts zu tun hat)?
  • Das Gefühl, ganz alleine zu sein – auch wenn du in Gemeinschaft bist.
  • Das Gefühl: Nichts wird ein gutes Ende nehmen. Du kannst keine Projekte (erfolgreich) abschließen, du beginnst vieles, beendest aber nichts.
  • Vieles, vieles mehr…

 

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Onlinekongress vom 12.-21.12.22

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