Wenn ich sagen sollte, wer ich bin, dann fällt mir natürlich die Diplompsychologin ein, Onlinepsychologin, außerdem Hypnosetherapeutin, Expertin fürs Nervensystem – aber keiner der Begriffe beschreibt in der Tiefe, wie ich mich in meiner Arbeit wahrnehme. Ich schreibe eine Woche lang einen Blog-Artikel über das Thema “Wie ich wurde, was ich bin – die Stationen auf meinem Weg zur…” Ich schreibe nicht alleine, sondern in einer Challenge, die Judith Peters veranstaltete. Das war echt ein tiefes Lernen, ein tiefes in mich blicken während dieser Woche der Blog Challenge Boom Boom Blog. “Wer bin ich? Worüber soll ich schreiben?” Je nachdem welches “Wer” ich einsetze, ergibt sich ein ganz anderer Weg dahin. Und darum geht es heute.

Mitten in einer Sitzung ist es mir dann klar!

Ich sitze mit einer Klientin mitten in der Sitzung. Bei ihr löst sich ein emotionales Trauma, die Überforderung, die ihr von ihrem als Kind bereits vollkommen überforderten Vater weitergegeben wurde, löst sich. Meine Arme fühlen sich kalt an, Kälte löst sich, Wärme verteilt sich – über die Arme, über den Brustkorb, auch die Beine. Jetzt ist es mir klar: Ich löse Schocks. Meine Spezialität ist es, Schocks zu lösen. Es lösen sich in meiner Präsenz emotionale und auch körperliche Schocks auf – das ist es. Natürlich habe ich auch das Handwerkzeug dazu – aber: Meine Stimme und die Präsenz (also die Erfahrung meines Körpers) machen es ganz einfach, dass sich bei anderen körperliche und emotionale Starre auflösen. Andere können erleben, wie wieder Gefühle und Lebendigkeit durch ihren Körper und ihre Zellen vibrieren. Und wie ich dazu geworden bin, das liest du in diesem Listicle, in diesem Blogbeitrag. Die Challenge Boom Boom Blog mit Judith Peters hat mich dazu gebracht, tiefer hinzusehen, wer ich bin und was meine Essenz und meine Aufgabe ist. Ich helfe dir, den Schock aufzulösen, der dir dein Selbstbewusstsein und deine Lebendigkeit stibitzt.

Meine Stationen zur Schock-Auflöserin

  1. Bereits als ich noch im Mutterbauch war, erlebte mein Körper ein pränatales Trauma. (1. Schwangerschaftsmonat) Während ich beobachtete, wie meine beiden Drillingsschwestern in einem Krampfanfall in sich zusammensanken, während sie starben – fuhr ein Schock durch meinen Körper, der im Hals stecken blieb. Natürlich war ich mir lange dessen nicht bewusst – und ich war mir auch nicht klar, dass die Lösung von diesem Trauma mal mein ganzes Leben verändern würde. Ich bin ein alleine geborener Drilling – mit allen Herausforderungen, die diese Erfahrung mit sich bringt.
    .

    Elfriede Allgaier

    Meine Mutter in der Zeit, als sie noch gar nicht wusste, dass sie mit mir schwanger ist. Sie ist die im grünen Kleid.

  2. Meine ersten Lebensjahre waren geprägt von emotionaler Kälte. (erste 6 Lebensjahre) Fachlich gesprochen bin ich mit einem ganzen Blumenstrauß an Bindungsverletzungen aufgewachsen. Manche nennen es auch Bindungstrauma. Mein kleiner Körper und auch meine Seele waren ganz oft überfordert und damit alleine gelassen. Mein kleines Wesen wurde damals nicht von den Bindungspersonen beruhigt, validiert und reguliert – ich wurde mit den Gefühlen und Überforderungen alleine gelassen. Daraus entwickelt sich eine emotionale Starre – von der ich selber lange Jahre keine Ahnung hatte. Es war mein ganz normales Lebensgefühl. Natürlich gab es auch viele schöne Momente und daraus sind auch viele Stärken erwachsen.
    .

    Hier sind alle Urenkel meiner Urgroßmutter “Rosine” vereint. Sie wurde “Rösle” genannt.

  3. Ich helfe meinem Vater. (3 Jahre) Das tat ich gefühlt ständig, in der Werkstatt beim Reparieren von Traktoren, beim Hausbauen, auf den Feldern bei der Ernte und beim Rüben hacken oder wenn er mit dem Lastwagen Heu ins Allgäu brachte. Aber nicht nur das, auch emotional hatte ich beschlossen, für ihn da zu sein. Bei einem Termin zur Selbsterfahrung fand ich heraus, dass ich als ungefähr dreijährige meinem Vater versprochen hatte: “Papa ich helfe dir.” Mein dreijähriges Ich hatte wahrgenommen, wie hilflos mein Vater mit seiner kleinen Familie war, wie es ihm ging, mit seiner Mutter, die seine Frau ablehnte und mit seiner Frau, die nicht wusste, wo sie die Kraft hernehmen sollte. Und dann noch seine beiden Töchter, die Unterstützung gebraucht hätten. Dabei war er selber traumatisiert und voller Hilflosigkeit und Starre. Das spürte ich und ich beschloss, für ihn da zu sein. Ein wenig größenwahnsinnig für eine Dreijährige – aber Kinder machen das so.
    .

    Helfen auf dem Feld – mal mit Freude, mal mit Frust.

  4. Als Kind wollte ich Krankenschwester werden. (4 Jahre) Mein Vater hat mir das dann madig gemacht, weil er sagte, dass ich da nur “Ärsche putzen” würde. Ich habe es mir ausreden lassen – aber ich habe immerhin über 10 Jahre als Dozentin an einer Krankenpflegeschule unterrichtet. Und ich habe tief in mir gespürt: Ich bin geschaffen, um andere zu begleiten. Natürlich ist das ein Ausdruck des klassischen Helferkomplexes – ein hilfloses Helferlein. Die tief verletzten Anteile in mir wollten anderen helfen, weil mir nicht geholfen wurde. Oder wie auch immer man das interpretieren mag. Ich habe oft mit diesen Interpretationen meine Mühe – denn der Lebensweg macht ja auch wieder Sinn.
  5. Als Kindergartenkind konnte ich unter Stress nicht sprechen. (3-6 Lebensjahr) Andere machten sich lustig über mich, aber ich litt enorm darunter. Ich selber verstand mich damit auch erst rückwirkend. Erst als sich mein pränatales Trauma auflöste, habe ich verstanden, was da mit mir los war. Durch den hohen Stresslevel, schaltete mein Nervensystem im Bereich vom Hals einfach ab, Kommunikation war gar nicht mehr möglich. Es war keine Frage des Willens – ich konnte wirklich nicht. Da ich sowieso ein ruhiges Kind war, fiel es keinem auf. Ich kann mich also einfühlen in Menschen, die “nicht sprechen können”.
    .

    Wenn ich überfordert war, dann konnte ich nicht sprechen.

  6. Als Zweitklässlerin habe ich beschlossen, auf andere “aufzupassen”. (8 Jahre) Ich war ich ganz stolz, dass mein Cousin jetzt als Erstklässler auf dem Schulhof ist und ich auf ihn “aufpassen” kann. Musste ich dann nicht, weil der nicht auf sich “aufpassen” lies. Er rannte gefühlt die ganze Pause in einem riesen Tempo auf dem Schulhof hin und her. Dafür reichte meine Puste nicht. Mein Konzept ging damals nicht auf – ich war enttäuscht. Aber ich hatte diese Idee schon wieder – für andere da zu sein, andere zu begleiten.
  7. In der Schule unterstütze ich schon immer andere. (6.-18. Lebensjahr) Ich mache mit oder für meine Mitschüler Hausaufgaben, wir lernen gemeinsam oder ich flüstere den anderen in der Schule die Lösungen ein – auch während der Klassenarbeiten. Eine meiner Heldentaten war es, auch noch bei der Gesellenprüfung zur Bauzeichnerin Tipps für die richtige Lösung zu geben. Ich weiß noch wie heute, dass der Klassenbeste es nicht mal nötig hatte, sich bei mir dafür zu bedanken, dass ich ihm auf die Sprünge geholfen hatte. Denn wenn ich das unterlassen hätte, wäre ich an seiner Stelle gewesen. Egal, helfen war mir schon immer wichtiger als gut dazustehen.
  8. In meiner Berufstätigkeit werde ich gemobbt. (18.-29. Lebensjahr) Es war eine ganz andere Zeit damals, als ich als Bauzeichnerin in einem Ingenieurbüro arbeitete. Dass ich damals gemobbt wurde, konnte ich erst viele Jahre später einordnen – als ich längst schon Psychologin war. Und zwar nicht schon während der Ausbildung – nein, erst Jahre später. Diese Mobbing-Erfahrung hat mir noch mehr Schocks verpasst – zusätzlich zu denen, die ich sowieso schon hatte. Aber ich kann mich einfühlen…
  9. Ausgelöst durch den Konkurs der Firma meines Vaters, bin ich plötzlich in einer Lebenskrise. (24. Lebensjahr) Das ist wahrscheinlich die wichtigste Wendung in meinem Leben. Diese bringt mich dazu, meinen Job als Bauzeichnerin zu kündigen und ich entscheide, Psychologie zu studieren. Ebenso entscheide ich, aus der Firma meines Vaters auszusteigen. Es fiel mir damals noch sehr schwer, mein Versprechen zu brechen, das ich ihm als 3-Jährige gegeben hatte und ihm “nicht mehr zu helfen”. In dieser Podcastfolge erzähle ich einen Teil dieser Geschichte.
  10. Ich studiere Psychologie. (30.-34. Lebensjahr) In der Anfangsveranstaltung legt uns ein Dozent ganz warm ans Herz, dass wir auf keinen Fall Psychologie studieren sollen, um dann später als Therapeutin unsere eigenen Wunden versorgen zu wollen. Ich nicke brav ab. Heute weiß ich natürlich, dass jeder – egal welchen Beruf er hat – nur seinen eigenen Wunden begegnet. Die wollten eben ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter haben. Das Studium am Psychologischen Institut in Tübingen war sehr mathematisch, mit viel Statistik und Methodenlehre – aber ich ziehe es in der Regelstudienzeit durch und mache einen guten Abschluss.
  11. Bei Johann Hilble in Ravensburg mache ich eine Astrologie-Ausbildung. (30.-32. Lebensjahr) Dabei lerne ich natürlich sehr viel. Und sorry, dieser Punkt ist nur für dich, wenn du dich mit Astrologie auskennst. Aber aus der Astrologie nur soviel: Mein Merkur (der für Kommunikation steht), steht auf 0° Löwe an der Spitze des zweiten Hauses. Das ist laut Michael Roscher der “Schrecklähme-Grad”. Man könnte auch sagen, der Schockstarre-Grad. Meine Kommunikation ist also “erstarrt”. Interessant, oder? Womöglich bedeutet es auch, dass in erlöstem Zustand meine Kommunikation Schocks lösen kann? Spannend auf jeden Fall, dieses Detail.
    .

    Auf der Fahrt zur Astrologie-Fortbildung nach Ravensburg.

  12. Ich mache ein Praktikum bei der Milton Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose in Tübingen. (32.-37. Lebensjahr) Ich werde ausgebildet in Klinischer und Medizinischer Hypnose, lerne die Größen der Hypnosetherapie kennen. Das Highlight ist, dass ich auch meine ersten Erfahrungen mit echten Patienten machen darf. Ich schreibe meine Diplomarbeit bei Prof. Dr. Dirk Revenstorf. Ich vergleiche den Effekt von Verhaltenstherapie und Hypnosetherapie in der Begleitung von Menschen, die von Migräne betroffen sind. Damals hatte ich noch keine Ahnung, wie sich Migräne anfühlt. Das sollte sich noch ändern. Auf jeden Fall bekomme ich bei der MEG e.V.  mit den Methoden der Hypnosetherapie mein erstes Handwerkszeug zur Verfügung, mit dem ich bei anderen Schocks auflösen kann. Und ich arbeite dort weiter in der Ambulanz, um Patienten zu begleiten.
  13. Ich bilde mich fort in Traumatherapie. (34. Lebensjahr) Je mehr ich meine Klientinnen begleite, desto mehr wird mir klar, dass ich nicht daran vorbeikomme, auch Traumen lösen zu können. Das ist jetzt das zweite Handwerkzeug, das ich an die Hand bekomme, um einen Schock zu lösen. Eine meiner Lehrerinnen dabei ist die Trauma-Ärztin Gisela Perren-Klingler, eine andere DIE Trauma-Expertin Michaela Huber.
  14. Ich absolviere ein Jahrestraining in Gewaltfreier Kommunikation. (37. Lebensjahr)  Ein Jahr lang sind Monika Schäpe und Jos Schick meine Lehrer in GfK. Während dieses Jahres lerne ich mich selber besser kennen – aber auch meine Arbeit bekommt einen wichtigen Aspekt dazu. Ich lerne, was Empathie bewirken kann und ich kann rückwirkend erklären, was in meiner Arbeit schon immer wirksam war. Es hat mir nur noch nie jemand so erklärt. Jetzt kann ich deshalb noch viel zielgerichteter vorgehen. Meine Arbeit wird immer präziser und ich kann andere immer besser dabei unterstützen, emotionale Starre aufzulösen.
  15. Ich leide unter Migräne und beschließe, keine Medikamente zu nehmen. (Ab dem 35. Lebensjahr) Während meiner Diplomarbeit habe ich mich intensiv mit Migräne beschäftigt. Auch mit den Medikamenten, die von den Ärzten dafür verschrieben werden und welche Effekte diese haben – Betablocker und Triptane. Als ich selber begann, unter Migräne zu leiden, beschließe ich, einen Weg ohne Medikamente zu finden. Und die Anfallshäufigkeit nimmt schnell Fahrt auf – ich habe oft zwei Migräneanfälle pro Woche, also ungefähr acht pro Monat. Das bedeutet, dass der eine Anfall gerade erst vorbei ist, wenn der andere dann beginnt.
  16. Ich verstehe, dass meine Migräne ein Symptom einer Histamin-Intoleranz ist. (39. Lebensjahr) Diese Erkenntnis gibt mir die Möglichkeit, endlich Einfluss auf die Schmerzen zu nehmen. Ich stelle meine Ernährung um und habe noch ungefähr zwei Migräne-Anfälle pro Monat. Das ist immer noch unangenehm – aber bei weitem nicht so schlimm, als wenn der eine dem anderen die Klinke in die Hand gibt. Ich begann damals übrigens über meine Erfahrungen zu bloggen – aber der Blog ist mittlerweile still gelegt.
  17. Ich arbeite im Team und erfahre wie es ist, in einer wertschätzenden Gruppe eingebunden zu sein. (2012 – 2018) Im Team vom Psychoonkologichen Dienst am Uniklinikum in Tübingen bin ich zum ersten Mal in einem Team, das unterstützend ist und sich gegenseitig stärkt anstatt sich Kraft und Energie zu rauben. Ebenso lerne ich die Arbeit in einer Klinik kennen. Auch dort erleben Menschen oft Schocks und Trauma. Menschen zu unterstützen, die sich in einer akuten Krise befinden, wird zu meiner täglichen Arbeit. Ich unterstütze andere während der Krankheitsverarbeitung, aber ich stehe ihnen auch beiseite, wenn sie selbst oder Angehörige bald sterben werden – sowohl in der Klinik als auch im Hospiz.
    .

    Zu meinen Aufgaben an der Klinik gehört es auch, Vorträge zu halten.

  18. Ich lerne die Polyvagaltheorie kennen. (2015) Endlich kapiere ich, dass unser Nervensystem genau drei Fähigkeiten hat. Die Theorie wird von dem Kinderpsychiater Steven Porges in die Welt gebracht. Und ich erkenne, dass ich nur dann Migräne bekomme, wenn mein Nervensystem in den Kampf-Flucht-Modus gerutscht ist. Ich lerne zu erkennen, woran ich das merke und wie ich mich da selber wieder am Schopf herausziehen kann. Die Anfallshäufigkeit der Migräne wird immer weniger – ich räume langsam meine ganzen Mittelchen und Hilfsmittel weg, mit denen ich meine Schmerzen im Griff behalten konnte. Jetzt habe ich noch ein zusätzliches Handwerkszeug, um Schocks zu lösen. Meine Kompetenz wird immer feiner. Ich beginne auch, mich mit Bindungs- und Entwicklungstrauma zu beschäftigen. In dieser Podcastfolge erfährst du mehr über die Fähigkeiten des Nervensystems.
    .

    Jetzt kenne ich die Fähigkeiten des Nervensystems.

  19. Ich treffe die Entscheidung in der Klinik zu kündigen und gehe auf Reise. (2018) Diese Entscheidung war ziemlich lebensverändernd – wusste ich doch gar nicht, was mir das bringen wird. Heute weiß ich, es war gut. Ebenso hat mir dieses unterwegs zu sein geholfen, an meine Bindungstraumen zu kommen. Die ständigen Ortswechsel bringen die Haltlosigkeit und die alten Traumen ziemlich an die Oberfläche und machen sie zugänglicher.
    .

    Praxis Shivani Vogt

    Ich lasse meine Praxis bei Reutlingen zurück und gehe auf Reise.

  20. Mein Podcast wird geboren. (März 2019) Mit meiner Tätigkeit als Onlinepsychologin wird mein Podcast geboren. Ich habe ihn ein paar Mal umbenannt, er heißt heute “Frau Selbstbewusst“. Je mehr ich in meine Kraft komme, desto öfter wird mit rückgemeldet, dass andere sich nicht nur durch das, was ich sage, sondern auch durch meine Stimme an sich abgeholt fühlen. Meine Stimme drückt Wärme aus, Ruhe, vermittelt Geborgenheit und andere hören mir einfach gerne zu. Und ich liebe es, meine Message als Podcast zu veröffentlichen.
  21. Meine Klientinnen und Klienten kommen fast alle mit in die Onlinepraxis. (2018) Ich hatte das gar nicht erwartet – vor allem nicht von meinen Traumapatientinnen. Einige konnten es sich nicht vorstellen, online mit mir weiterzuarbeiten – für andere war es gar keine Frage: “Ich lasse mich doch nicht einfach so bei jemandem anderen unterbringen – ich möchte von ihnen weiter begleitet werden!” Und so werde ich zur Onlinepsychologin. Die C-Krise kommt mir zugute und ab da brauche ich niemanden mehr davon zu überzeugen, dass es Vorteile hat, die Sitzungen online zu buchen.
  22. Bei mir lösen sich einige Traumen und Schocks. (Ende 2021) Meine Arbeit wird immer tiefer. Während der Reise ist durch die vielen Ortswechsel wird meine emotionale Haltlosigkeit immer deutlicher. Die Traumen, die ich in den ersten Punkten beschrieb, lösen sich nach und nach. Und nein, die haben sich bei mir nicht von alleine gelöst – auch ich hatte dabei ein hilfreiches therapeutisches Netzwerk. Das wichtigste Trauma, dass ich löste, ist der Schock, der mir im Hals steckte, der mein Sprechen blockierte, der mich mein bisheriges Leben sehr schüchtern machte. Das war der Schock, zu beobachten, wie meine beiden Drillingsschwestern bereits im Mutterbauch starben. Das änderte ganz viel – ich finde, es ist auch in meinen Podcasts zu hören, die Energie ist plötzlich eine ganz andere seither. Ich fühle mich viel wohler in meiner Haut, fühle ich frei, emotional lebendig und mit ganz viel Lebensfreude. Genau das ist auch in meiner Stimme hörbar – die ja Gefühle transportiert.
    .

    Hautausschlag

    Mein Hautausschlag, der nach der Schocklösung auftritt…

  23. Mein Claim wird geboren: Ruheexplosion! (März 2022) Viele sprechen mich drauf an, was dieses Wort auf meiner Webseite bedeutet. Er drückt das aus, was ich in diesem Blogbeitrag beschreibe. Die Ruhe steht für meine Superkraft, ich strahle Ruhe aus und bringe diese Ruhe auch überall hinein, wo ich auftauche. Und die Explosion drückt aus, was sich bei meinen Klientinnen oft ergibt – eine ganz überraschende Lebensveränderung. Heute hat mir eine Klientin in der Sitzung rückgemeldet: “Letztes Mal hat sich so viel verändert und ich bin echt gespannt, ob es wieder so einschlägt.” Genau das meine ich – das Leben fühlt sich plötzlich ganz anders an – du explodierst in ein anderes Lebensgefühl hinein. Das ist Ruheexplosion – und hier kannst du lesen wie der Claim entstanden ist.
    .

    Ich genieße das Leben in dieser neuen Lebendigkeit.

  24. Schocks zu lösen ist eine meiner Schlüsselfähigkeiten (Mai 2022). In der Challenge BoomBoom Blog von Judith Peters wird mir klar, dass meine Schlüsselfähigkeit ist, Schocks zu lösen. Das weiß ich schon länger – aber jetzt ist es mir durchs Schreiben nochmal auf einer anderen Ebene bewusst geworden. Wenn sich bei einer Klientin ein Schock löst, dann spüre ich das an meinem eigenen Körper – ein Kälteschauer geht mir dann über die Arme, über die Beine oder über den gesamten Körper. Diese Erkenntnis wäre nicht passiert, wenn ich eine Künstliche Intelligenz meine Artikel schreiben lassen würde. Und es wäre nicht passiert, wenn ich heute nicht gebloggt hätte.

Mein Weg hat dich inspiriert? Auf meiner Über-mich Seite kannst du noch mehr über mich lesen.