Wenn du dich mit dem Thema Selbstbewusstsein beschäftigst, dann findest du viele, viele Inhalte. Die meisten sind sehr oberflächlich. Ich habe mal die Begriffe zusammen gestellt, die mir dazu einfallen. Und ich habe meinen Senf dazugegeben und damit eben das hinzugefügt oder zusammengestellt, das dir hilft, damit in die Tiefe zu kommen.

Abgrenzung, gesunde Grenzen

Sprachlich gesehen kann ich diesen Punkt auf ein Wort reduzieren: Nein! Manche sagen dazu: Nein ist ein ganzer Satz. Dieses eine Wort ist ganz entscheidend für dein Selbstbewusstsein, deine Grenzen zu kennen. Es ist ganz entscheidend für dein Selbstbewusstsein, dass es gesunde Grenzen sind. Kennst du deine Grenzen? Kannst du gut für dich eintreten? Spürst du, wenn jemand deine Grenzen übertritt? Und kannst du dann reagieren? Hier gibt es oft Schwächen, wenn eine Frau durch Überforderungen in einer körperlichen Starre ist. Und weil sich das so normal anfühlt, merkt sie es gar nicht und weiss deswegen auch gar nicht, was sie tun könnte, um endlich mehr körperliche und emotionale Beweglichkeit zu haben.

Ablenkung

Bist du leicht ablenkbar? Wie gut kannst du dich auf ein Thema konzentrieren? Ist dir eine Ablenkung willkommen? Oder kannst du deinen Fokus gut halten? Hast du dir Ziele gesteckt? Und wie gut kannst du dranbleiben? Menschen sind oft dann leicht ablenkbar, wenn sie im Kampf-Flucht-Modus sind. Denn dann ist die Aufmerksamkeit ständig im Außen, ständig darauf gerichtet, die nächste Gefahr wahrzunehmen. Im Verbundenheitsmodus hingegen fällt es leicht, ein gestecktes Ziel zu verfolgen und sich entsprechend abzugrenzen, “Nein” zu sagen.

Angst

Angst ist ein Gefühl, dass uns zeigt, dass Sicherheit fehlt. Grundsätzlich soll es uns helfen, Sicherheit wieder suchen und finden zu können. Wenn uns dafür jedoch die Kompetenz oder die Möglichkeit fehlt, dann chronifiziert die Angst und sie kann zu einer Angsterkrankung werden. Zu den Erkrankungen zählt die Angst dann, wenn sie unseren Alltag so einschränkt, dass wir ihn gar nicht mehr bewältigen können. Fachlich nennen Psychotherapeuten und Ärzte es dann “Angststörung”. Das Hauptsymptom einer Angsterkrankung ist Vermeidung. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum eine Angsterkrankung oft so stabil ist – wer den Auslöser vermeidet und sich der Angst nicht stellt, bei dem kann sie sich auch nicht auflösen. Manche fragen sich auch: #53 – Ich stelle mich der Angst – warum ist sie immer noch da? (Podcast) Warum geht die Angst nicht weg auch wenn ich mich ihr stelle? (Blogartikel) Natürlich steht Angst dem Selbstbewusstsein im Weg. Sie ist einer der Faktoren, die dein Selbstbewusstsein stibitzen können.

Angst vor Ablehnung

Viele Menschen sagen ja, es sei der stärkste Schmerz, den wir einem Menschen antun können – jemanden abzulehnen. Das erklärt auch, warum diese Angst so stark ist – es ist also die Angst vor einem starken Schmerz. Und wenn ich dir jetzt das Bild in den Kopf pflanze von dem Menschen, der mit der Hand auf die heisse Herdplatte fasst – dann ist dir auch instinktiv klar, warum diese Angst so wirksam ist. Es tut einfach so sehr weh und wenn wir den Schmerz einmal erlebt haben, dann möchten wir ihn nie wieder erleben. Das ist sehr verständlich – aber genau diese Vermeidung vermeidet ja auch ganz viele Möglichkeiten. Diese Vermeidung schneidet dich von deinem Selbstbewusstsein ab. Denn es fühlt sich ja nicht gut an, wenn du aus lauter Angst gar nicht auf das zugehst, was du gerne erleben möchtest. Meistens geht eine Frau nicht ihren Weg, wenn sie unter dieser Angst leidet. In einer sehr hohen Ausprägung ist übrigens die Angst vor Ablehnung das Leitsymptom für die Borderline Persönlichkeits-Störung. Aber keine Sorge, dieses Kriterium alleine reicht für diese Diagnose nicht aus.

Autonomes Nervensystem

Das mysteriöse Unterbewusstsein besteht zu 100 % aus dem autonomen Nervensystem. Das ist der Teil des Nervensystems, der automatisch reagiert, der also willentlich gar nicht zu steuern ist. Diese Woche habe ich schon gelesen, dass 95 % unseres Verhalten von genau diesem Nervensystem – also vom Unterbewusstsein – gesteuert wird. Ich finde, es hört sich immer so mysteriös an. Aber du siehst, genau dieses autonome Nervensystem spielt eine ganz große Rolle. Denn auch das Umschalten vom Verbundenheitsmodus deines Nervensystems in den Kampf-Flucht-Modus (oder gar den Notfallmodus), findet vollkommen automatisch statt. Das zurückschalten kannst du auch dem Zufall überlassen – oder du kannst lernen, wie du das willentlich machst. Denn genau dadurch machst du das Selbstbewusstsein (das immer verfügbar ist), wieder zugänglich.

Autopilot

Dieser Begriff ist auch ein Synonym für unser Unterbewusstsein. Diese Woche habe ich schon gelesen, dass nur 5 % von allen unseren Verhaltensweisen bewusst gesteuert werden – der Rest erledigt der Autopilot. Das finde ich krass. Das bedeutet, dass auch der Autopilot erledigt, ob du dich selbstbewusst verhältst – oder eben nicht. So einen großen Einfluß soll unser Unterbewusstsein tatsächlich haben?Hat es, du kannst auch unter Punkt “Autonomes Nervensystem” mehr darüber lesen.

Beratung, Psychologische Beratung

In Deutschland gehören die Berater, auch die Psychologischen Berater nicht zu den geschützten Berufsbezeichnungen. Beratung beschäftigt sich in Abgrenzung zur Psychotherapie nicht mit den Symptomen oder Psychischen Störungen von Krankheitswert. Die Themen einer Beratung haben eher die Lösung von Konflikten oder Problemen zum Inhalt. Zu den Beratern zählen auch Supervision, Training, Laufbahnentwicklung und Gesundheitsprävention. Bei einer Beratung wird nicht in der Tiefe gearbeitet, sondern es werden Lösungen entwickelt. Du bekommst in der Beratung Unterstützung, wie du konkret vorgehen kannst, um Probleme zu lösen und fühlst dich damit selbstbewusster.

Bewusstsein

Manche denken, dieser Begriff hat etwas mit Esoterik zu tun – das mag sein. Ich meine hier die Form von Bewusstsein, die nötig ist, die automatischen Reaktionen zu unterbrechen. Nennen wir es Achtsamkeit. Kennst du den Moment, in dem du merkst: “Ach, jetzt ist es wieder passiert.” Und noch eine Sekunde vorher hättest du es abbrechen können – aber du hast diesen Moment verpasst. Mist – wieder in die Falle getappt.

Coaching

Du holst dir Unterstützung. Das können so viele verschiedene Berufe sein: Trainer, Coach, Psychotherapeut, Arzt, Mentor. Wie soll man sich da auskennen? Coach ist einer dieser helfenden Berufe. Wann ist ein Coach der richtige, dich mit deinem Selbstbewusstsein zu unterstützen? Du kennst dein Ziel und du weisst wo du stehst – hast aber keine Ahnung, wie du von A nach B gelangen sollst. Ein Coach kann dich nun dabei unterstützen, dass dies gelingt. Er kennt nicht die Schritte, aber er weiss, wie er das aus dir herauslocken kann.  Und er weiss genau wie er dich motivieren kann, diesen Weg auch zu gehen. Er weiss auch, wann er dich woanders hin schicken soll.

Entscheidungen

Fällt es dir leicht, Entscheidungen zu treffen? Dann wage ich es zu behaupten, dass du mit einem guten Selbstbewusstsein gesegnet bist. Denn wem es schwer fällt, eine Entscheidung zu treffen, bei dem gibt es beim Thema Selbstbewusstsein noch Luft nach oben. Bist du dir deiner Gefühle und Bedürfnisse nicht bewusst – wie sollst du da gute Entscheidungen treffen? Falls das bei dir so ist, hast du entweder noch gar kein gutes Gefühl für dich selbst, wer du also selbst bist. In dem Fall liegt das Thema etwas tiefer – denn du hast womöglich keine eigene Identität. In dem Fall darfst du dich ein wenig länger mit dem Thema auseinander setzen. Es geht darum, eine eigene Identität zu entfalten – und nicht die von anderen zu kopieren. Denn es braucht ein wenig Zeit, das zu entfalten. Schneller geht es, wenn du zwar eine Identität ausgebildet hast, derzeit aber gar nicht gut Zugang dazu findest. Das bedeutet dann, du bist gerade so im Kampf-Flucht-Modus “gefangen”, dass du keinen Zugang zu deinen Gefühlen und damit zu deinen Bedürfnissen hast. Mein ebook “Starke Gefühle – Starkes Selbstbewusstsein” kann dir dabei helfen. Und das brauchst du (also das Selbstbewusstsein), um gute Entscheidungen treffen zu können. Und lass dir bloß nicht einreden, dass alle Menschen ihre Entscheidungen gleich schnell treffen müssen. Ich bin introvertiert und brauche etwas Zeit dafür. Was dir hilft, leichter Entscheidungen zu treffen, sind Ziele.

Ernährung

Was soll jetzt bitte deine Ernährung mit deinem Selbstbewusstsein zu tun haben? Oberflächlich betrachtet natürlich nichts. Wenn du aber in die Tiefe gehst, dann hat das sehr viel damit zu tun. Mit einem guten Selbstbewusstsein wirst du es dir wert sein, dich gut zu ernähren. Du wirst dir Gedanken machen, was du zu dir nimmst und warum. Also ich meine nicht, dass du dir den Kopf deswegen zermarterst – sondern dass du voller Selbstliebe deine Nahrungsmittel auswählst. Falls deine Gesundheit angeschlagen ist, kann die richtige Ernährung sogar wirklich entscheidend sein. Denn mit der Nahrung kann dann die Art von Nahrung, die du zu dir nimmst, bestimmen, ob du heute selbstbewusst bist oder eben nicht. Denn dein Körper ist das entscheidende Element, wenn es um Selbstbewusstsein geht – und die Nahrung ist dafür essenziell.

Fokus

Wenn du jemanden fragst, der Erfahrung hat damit, erfolgreich zu sein oder zu werden, was der entscheidende Faktor dafür ist, dann wird er dir diese Antwort geben: Fokus! Und die Fähigkeit, Fokus zu halten, hängt natürlich auch mit dem Selbstbewusstsein zusammen. Das Gegenteil von Fokus ist Ablenkbarkeit. Bist du selbstbewusst, kennst du dein Ziel und kannst dich entsprechend abgrenzen und auf das Wesentliche fokussieren. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Wesentliches von nicht Wesentlichem zu unterscheiden. Viele behaupten: “Angst macht Fokus.” Das ist aber nicht der Fokus, der dich erfolgreich macht. Dieser Angst-Fokus lässt dich fliehen. Du hast nicht deine volle Wahrnehmungskapazität. Besser ist es, dein Fokus kommt aus deiner inneren Stärke, weil dein Nervensystem sich in Sicherheit fühlt.

Gedanken

Was geht uns alles im Kopf herum den lieben langen Tag. Natürlich weisst du auch, dass deine Gedanken vollkommen verschieden sind an zwei Tagen, an denen du selbstbewusst bist und am anderen nicht. Denn auch an den Gedanken kannst du ablesen, ob du jetzt mit dir selbst und anderen verbunden bist – oder ob du im Kampf-Fluchtmodus bist. Wertschätzung, Begeisterung und Lebensfreude werden von deinen Gedanken transportiert, wenn du im Verbundenheitsmodus bist und dich damit selbstbewusst wahrnimmst. Im Kampf-Fluchtmodus hingegen wird eher eine Abwehrhaltung oder auch eine Fluchttendenz in deinen Gedanken widergespiegelt. Ganz im Sinne: Flucht nach vorne oder Angriff ist die beste Verteidigung. Dabei fühlen wir uns viel wohler, wenn wir nicht kämpfen, wenn wir nicht fliehen, sondern das Gefühl haben, eins zu sein mit mir und der Welt.

Gefühle

Genauso wie an den Gedanken abzulesen ist, in welchem Zustand dein Nervensystem gerade ist, geht das natürlich auch mit Gefühlen. Während wir im Kampf-Fluchtmodus eher (Kränkungs-)Wut oder Angst empfinden, sind die Gefühle im Verbundenheitsmodus viel vielfältiger. Zum einen haben wir sowieso eine viel bessere Körperemmpfindung. Lebensfreude, Leichtigkeit und Spaß spielen eine viel größere Rolle. Aber wir können Gefühle an sich auch besser empfinden. Wenn dir andere sagen: “Hinter der Wut liegt Trauer.”, dann liegt das daran, dass unser Nervensystem umschaltet und wir dann statt der (Kränkung-) Wut einfach das (primäre) Gefühl der Trauer spüren können. Aber auch viele andere Gefühle. Hole dir doch mein eBook “Starke Gefühle, Starkes Selbstbewusstsein. Dort gehe ich näher auf dieses Thema ein.

Glaubenssätze

Sich mit den Glaubenssätzen zu beschäftigen kommt eher nicht aus der Psychotherapie, sondern aus dem Coaching. Glaubenssätze entstehen auf verschiedenen Ebenen oder Tiefen. Zum einen sind es die inneren Dialoge, die du mit dir führst, weil dir diese Sätze eingeredet wurden. “Ich bin nicht schön.” gehört genauso dazu wie “Ich bin gefährlich.” oder auch “Es ist nie genug.” Man kann Glaubenssätze thematisch in verschiedene Kategorien einteilen. Ich schaue lieber, ob ein Glaubenssatz eher eingeredet ist – oder ob er etwas tiefer liegt. Wenn er tiefer liegt, dann ist er auf der Ebene der Identität entstanden. Und dort sollte er auch wieder verändert werden. Denn es gibt günstige und ungünstige Glaubenssätze. Und wenn du dir versuchst einzureden “Ich bin schön.” oder “Ich bin ein vertrauenswürdiger Mensch.” oder “Es ist genug.”, dann bleibt immer ein Gefühl im inneren, dass du das gar nicht glaubst. Schlimmer noch: Dein inneres wird den Glaubenssatz auf diese Weise nicht aufgeben. Und das ist schade. Denn diese Sätze lassen sich in den allermeisten Fällen recht schnell innerlich verändern. Das einzige, das sie etwas hartnäckiger macht ist, wenn sie eine Schutzfunktion für dich haben. Aber auch diese sind veränderbar – wenn wir dein Unterbewusstsein gemeinsam davon überzeugen können, dass dieser Schutz jetzt nicht mehr gebraucht wird. Es gibt sogar Glaubenssätze, die darauf hindeuten, dass jemand emotionale Vernachlässigung in der Kindheit erlebt hat.

Humor

Wer wünscht es sich nicht? Mit Humor ist das Leben leichter, mit Humor sind Situationen leichter, mit Humor haben wir eine bessere Beziehung zu uns selbst – aber auch zu anderen. Und auch hier gilt: Mit einem gesunden Selbstbewusstsein ist die Tendenz größer, dass du Humor hast. Das hängt natürlich auch wieder mit dem Nervensystem zusammen. Im Kampf-Flucht-Modus kann es schon sein, dass ein gewisser Sarkasmus oder eine sehr ausgeprägte Ironie auftreten – einfach als Ausdruck des Kämpfens. Oder damit kann man sich auch wunderbar andere Menschen auf Distanz halten. Die kommen einem dann nicht zu nahe. Und umgekehrt bringt uns Humor einfach eine größere Nähe zu anderen Menschen.

Impostersyndrom, Hochstaplersyndrom

Du zweifelst manchmal auch an dir? Oder du fragst dich gar, ob vielleicht mal jemand herausfindet, dass du gar nicht das kannst, was du versprichst? Oder dass gar jemand dahinter kommen könnte, dass du vielleicht sogar gar nichts kannst? Au weia…! Dann leidest du am Hochstaplersyndrom. Jemand könnte draufkommen, dass du einfach nur eine Hochstaplerin bist. Man nennt das auch das Impostorsyndrom (engl. Impostor = Hochstapler, Betrüger). Wenn du das alles mit nein beantwortet hast – Glückwunsch.

Dieses Syndrom ist eine Ausprägung vom niedrigen Selbstwertgefühl. Meine Erfahrung ist ja, dass unser Nervensystem in diesem Fall auch im Kampf-Flucht-Modus ist. Was hilft da? Machen – einfach machen. Ziehe deine Projekte durch, arbeite an deinen Zielen. Und schau immer mal wieder in den Spiegel und frage dich: “Was ist, wenn jemand herausfindet, dass ich gar nichts kann?” Und eines Tages wirst du herausfinden, dass dieser Satz gar nicht mehr stimmt. Du kannst was – super! Natürlich kann ich dir auch helfen. Denn oft stecken alte Verletzungen dahinter. Wir nehmen dann eine Abkürzung. Wenn die gelöst sind, dann geht es schneller mit diesem Augenzwinkern, das dir dein Spiegelbild dann entgegenblinzelt: Du kannst was – super!

Körpersprache

Im Newsletter von einem von mir sehr geschätzten Kollegen las ich vor ein paar Wochen, dass auch dieser die Wirkung des Körpers beim Selbstbewusstsein unterschätzt hatte. Er hatte vollkommen unterschätzt, welche Wirkung es hat, wenn jemand einfach nur die Arme in die Höhe reisst. Das ist auch einer der Gründe, warum ich mich gerne mit den Armen nach oben ablichten lasse – es transportiert sofort Selbstbewusstsein. Und zwar nicht nur, wenn ich da steht und mich fotografieren lasse – es wirkt auch, wenn du das Bild anschaust. Wenn du es nicht glaubst, dann probiere es doch mal aus. Dennoch wird das Bild ganz unterschiedlich bewertet. Einer sagte mal, das sei eine Siegerpose. Schau, ich hätte das niemals so bezeichnet, weil es für mich einfach nur ein Ausdruck ist von “Juhuuuu”, also Ausdruck von Freude. Was bedeutet es denn für dich? Ich bin ganz neugierig und bin gespannt, ob du es mir in den Kommentaren schreibst?

Leichtigkeit

Ich finde Leichtigkeit sind ein untrügliches Zeihen dafür, dass jemand über ein hohes Selbstbewusstsein verfügt. Zumindest konnte ich das bei mir beobachten. Bevor es stark ausgeprägt war, fühlte ich meistens eine Traurigkeit oder Schwere über mir. Das berichten mir auch meine Klientinnen. Wenn wir an einem Thema arbeiten, dann liegt meistens eine gefühlte Schwere über dem Brustbereich, über dem Herzen. Und nachdem wir gearbeitet haben, fühlt es sich dort ganz leicht an. Es kann sogar sein, dass sich der gesamte Körper viel leichter anfühlt. Das kann so weit gehen, dass du plötzlich das Bedürfnis bekommst, vor Leichtigkeit und Freude wie ein Kind durch die Gegend zu hüpfen. Was sollen denn da die Leute sagen? Egal, du bist ja selbstbewusst.

Maske

Manche sind “zu selbstbewusst” und andere haben genau davor Angst, dass sie zu selbstbewusst sein könnten. Dabei finde ich, man kann nie zu selbstbewusst sein. Aber es kann sein, dass jemand die Maske trägt, selbstbewusst zu sein. Dann kommt diese Stärke nicht von innen – sie ist angelernt und aufgesetzt. Das ist nicht das, was ich unter Selbstbewusstsein verstehe. Die Maske kann zwar einen Schein nach außen erwecken. Aber es ist immer spürbar, dass du dich tief innen dennoch nicht sicher fühlst. Du wirst dich immer anstrengen müssen, das zu verbergen oder den Schein zu wahren. Das ist kein echtes Selbstbewusstsein, das ist nur eine Kopie. Du weisst nie, von welcher Dauer das ist.

Nervensystem

Unser Nervensystem besteht aus allen Nervenzellen und allen Gliazellen, die sich im Körper befinden. Wenn ich vom Nervensystem spreche, dann meine ich tatsächlich das Autonome Nervensystem. Der Einfachheit halber, spreche ich dann nur vom “Nervensystem”. Auch wenn dieser Begriff viel umfassender ist, das Autonome Nervensystem also beinhaltet, benutze ich ihn – einfach nur, weil er kürzer ist.

Not-To-Do Liste

Wenn du weisst, was du willst, dann weisst du auch, was du nicht willst? Diese Liste gehört zu deiner Fähigkeit, dich abzugrenzen, nein zu sagen zu allen den Themen, für die du nicht gehen möchtest. Für dein Selbstbewusstsein ist es sehr gesund, wenn du weisst, wovon du dich abgrenzen kannst. Damit sparst du eine Menge an Energie und auch Zeit. Mir hat zum Beispiel im Business geholfen, dass ich meinen Engpass kenne. Das ist das, was gerade zu tun ist – alles andere kann warten oder kann geplant werden. Es ist sozusagen eine Hilfe, die “jetzt-not-to-do” Liste im Hinterkopf zu haben.

Opferbewusstsein

Du bist hilflos und anderen total ausgeliefert. Meine Güte, sie gut ich das kannte – ist aber jetzt vorbei. Ja und Schuld sind vor allem die anderen – aber ich kann ja eh nichts ändern. Das ist die Grundhaltung vom Opferbewusstsein. Das Schlimme an diesem Erleben ist, dass man von außen gar keine Chance hat, da rein zu kommen, von außen hat keiner eine Chance, etwas daran zu verändern. Die Veränderung passiert nur von innen.

Persönlichkeitsentwicklung

Aus der Psychologie gibt es momentan keine einheitliche Theorie, die die Entwicklung der Persönlichkeit beschreibt. Die Person oder Persönlichkeit entwickelt sich immer in der Interaktion mit anderen Beziehungspersonen. Die Aspekte, um die es bei dieser Entwicklung geht, beziehen sich sowohl auf das Erleben als auch auf das Verhalten eines Menschen. Schwerpunktmäßig beschäftigen sich Menschen, die Persönlichkeitsentwicklung angehen, Mindset-Arbeit. Dabei geht es vor allem um Glaubenssätze. In meinen eigenen Worten ist Persönlichkeitsentwicklung, wenn du dich auf den Weg machst, dich besser zu verstehen, wirksamer zu werden, bessere Beziehungen zu anderen gestalten zu können und mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dazu gehört aus meiner Erfahrung so viel mehr als diese – aus meiner Sicht – oberflächliche Mindset-Arbeit. Es gehört auch immer dazu, die eigenen Traumen zu lösen – also das zu lösen, was die Entwicklung stoppen oder einfrieren kann. Damit sind wir wieder beim Nervensystem.

Psychotherapie

Psychotherapie ist ein gezieltes Vorgehen in der Heilung oder Linderung von Psychischen Störungen, also psychischen Erkrankungen oder Symptomen. Die dabei angewandten Methoden hängen ab von der Psychotherapeutischen Ausbildung, die der Psychotherapeut hat. Die Psychotherapieforschung untersucht die Wirksamkeit von diesen Ausbildungen. Wichtig ist, dass in der Psychotherapie eine Diagnose gestellt wird und ein Ziel festgelegt wird. Das kann eine Symptomlinderung oder eine Persönlichkeitsveränderung sein. Im Gegensatz zur Psychotherapie wird bei einer Beratung nicht inhaltlich an der Psychischen Störung gearbeitet, sondern es werden andere Ziele verfolgt, zum Beispiel das Lösen von Problemen oder Konflikten.

Selbstakzeptanz

Ich würde ja sagen, die Selbstakzeptanz ist so etwas wie Selbstliebe – aber ich glaube, die Selbstliebe geht noch einen Schritt weiter. Für mich ist Selbstakzeptanz das Gegenteil von Selbstablehnung. Du magst dich, wenn du Selbstakzeptanz hast. Dazu gehört als erstes der Körper. Aber auch das was du erreicht hast, dein Lebensweg, wie dein Leben bisher gelaufen ist, deine Gefühle und Gedanken natürlich auch. Akzeptierst du deine Schwächen? Machst du dich für bestimmte Dinge immer wieder nieder? Entwertest du dich selbst? Hast du Schuldgefühle? All das zahlt nicht auf das Konto von Selbstakzeptanz ein. Und natürlich hat auch das wieder mit dem Selbstbewusstsein zu tun. Je weniger Selbstablehnung du hast, je höher deine Selbstakzeptanz ist, desto höher ist auch dein Selbstbewusstsein.

Selbstbestimmung

Als Kinder sind wir abhängig von unseren Eltern. Das ist auch vollkommen normal. Wenn wir diese Abhängigkeit als Erwachsene immer noch in uns tragen  –  und das mag bewusst oder auch unterbewusst sein – dann haben wir eine geringe Selbstbestimmung. Wir haben den Wunsch, ein anderer möge doch Entscheidungen für uns treffen oder wir lassen uns von anderen manipulieren, schlecht behandeln, herumschubsen und vielleicht merken wir es noch nicht einmal. Wenn wir es merken, fühlt es sich zumindest nicht gut an – es ist oft mit Schuld und Scham behaftet.  Oft ist dieser Mensch dann tief identifiziert mit dem Opferbewusstsein. Das Fatale daran: Der Hebel für Veränderung liegt dann nicht in uns – wie das bei einem hohen Selbstbewusstsein wäre – der Hebel liegt immer in anderen. Und dort liegen dann auch die Versuche für Veränderung, die dann nicht gelingen. Jemand mit niedriger Selbstbestimmung strengt sich an, seine Ziele zu erreichen – es klappt aber nicht. Der Grad an Selbstbestimmung hängt nicht davon ab, wie unabhängig du äußerlich von anderen bist, ob du also alleine lebest. Der Grad an Selbstbestimmung hängt vielmehr davon ab, wie unabhängig du innerlich von anderen bist, in welchem Grade du deine eigenen Entscheidungen triffst – ohne den Einfluß von anderen und ohne die Erwartung, andere mögen für dich entscheiden.

Selbstfürsorge

Wie wichtig bist du dir? Wie wichtig ist dir dein Körper? Wie wichtig ist dir deine mentale Gesundheit? Nach welchen Kriterien wählst du deine Nahrung aus? Machst du Sport? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, welchen und warum? Was tust du jeden Tag nur für dich? Wieviel Zeit verbringst du nur mit dir alleine? Wie gut kannst du deine Bedürfnisse spüren und wie sehr achtest du sie und erfüllst sie dir? Hier geht es um Selbstfürsorge – was tust du für dich?

Selbstliebe

Was unterscheidet die Selbstliebe von der Selbstakzeptanz? Wenn ich es mir innerlich vorstelle, dann sehe ich jemanden leuchten, der genügend Selbstliebe hat. Wer Selbstliebe hat, der strahlt vor Dankbarkeit. Ich liebe mich und das macht mich anziehend für andere – das ist die Grundhaltung von einem Menschen, der sich selbst liebt. Du stehst zu dir und lässt dein inneres strahlen, du verschließt dich nicht, sondern zeigst dich wie du bist. Du kennst deine Bedürfnisse und erfüllst sie dir – weil du dich liebst. Das hat nichts mit dem engstirnigen Egozentrismus zu tun, der oft dann auftritt, wenn bei jemandem eine Altersinkongruenz vorliegt. In dem Fall ist das Innere jünger als der Körper und dieser Mensch kann nur sich selbst sehen. Genauso wie ein Kind bis zu einem bestimmten Alter auch egozentrisch ist und nur seine eigene Perspektive übernehmen kann – aber nicht die von einem anderen. Wer sich selbst liebt, hat auch Empathie für andere.

Selbstwahrnehmung

Dieser Punkt ist so wichtig für unser Selbstwertgefühl. Gerade wenn ich mit Frauen arbeite, die ein Trauma erlebt haben, mangelt es an der Selbstwahrnehmung. Oder lasses mich so sagen: Das Hauptsymptom von Angsterkrankungen – damit auch Trauma – ist Vermeidung. Es werden aber nicht nur Orte und Menschen gemieden, wenn ein Trauma vorliegt – sondern auch die eignen Empfindungen. Denn die waren ja mal überfordernd. Wenn du dich also aufmachst, deine Themen anzugehen, dann wird deine Selbstwahrnehmung wahrscheinlich viel feiner, präziser, ehrlicher, wahrer werden. Deine Scheuklappen werden überflüssig, die Nebel lichten sich und dein Körpergefühl wird viel feiner und sensibler. Zur Selbstwahrnehmung gehört dazu, dass du benennen kannst, wie du dich fühlst, dass du weisst, was in deinen Gedanken sich gerade abspielt und natürlich gehört auch dazu, zu wissen, was so um dich herum gerade so abläuft.

Selbstwertgefühl

Was unterscheidet einen Menschen, der sich wertvoll fühlt von einem, der sich nicht wertvoll fühlt? Was ist der Unterschied zwischen einem hohen Selbstwert und einem niedrigen Selbstwert? Eigentlich ist es ganz logisch – in der Vergangenheit haben wahrscheinlich ganz viele Entwertungen stattgefunden durch deine Beziehungspartner, wenn du einen niedrigen Selbstwert hast. Und bei einem hohen Selbstwert wurde dir vermittelt: “Du bist wichtig, ich sehe deine Bedürfnisse, ich interessiere mich für deine Gefühle, ich bin für dich da.” Beim niedrigen Selbstwert steht meistens die Bezugsperson im Mittelpunkt, so dass man selber lernt, irgendwie unwichtig zu sein. “Ich bin wichtiger als du, meine Bedürfnisse sind wichtiger als deine, meine Gefühle sind wichtiger als deine, sei für mich da.” Da es sich hier um eine Eltern – Kind Interaktion handelt ist das natürlich nicht in Ordnung. Diese Muster schleifen sich ein und werden Teil der Identität. Bei Insta habe ich zu diesem Thema übrigens auch ein Reel gemacht.

Selbstwirksamkeit

Du bist dann selbstwirksam, wenn die Vorhaben, die du angehst, auch gelingen. Ich spreche hier nicht von Zufällen, die verhindern, dass dies geschieht. Ich spreche davon, dass du schon die Erwartung hast, dass etwas, das du dir vornimmst, gelingen wird – oder nicht. Und es gibt einen Unterschied, ob du dir etwas vornimmst und dir einen Coach holst, weil du es noch nie gemacht hast und er dir hilft, diesen Weg schneller zu gehen mit seiner Anleitung. Oder ob du dir einen Coach holst, weil du merkst, dass du tief im Inneren kein Vertrauen hast in das Ziel oder den Weg, was du im Auge hast. Das sind zwei Paar Stiefel. Die zweite Person braucht aus meiner Sicht jemanden, der wirklich in der Tiefe arbeitet – sonst werden beide frustriert sein. Ein reines “mach das und dann das und dann das”, wird in diesem Fall nicht weiter helfen. Selbstwirksam bist du dann, wenn dein Nervensystem im Beziehungsmodus ist – und nicht im Kampf-Flucht-Modus.

Sichtbarkeit

Das ist so wie seine Stimme erheben. Nur halt visuell und auf die Präsenz bezogen. Genau, du gehst aus der Komfortzone heraus, du zeigst dich. Du verlässt dein Versteck und den Schutz durch andere – du zeigst dich. Damit bist du angreifbar. Dazu gehört natürlich auch wieder das Gefühl für die eigenen Grenzen zu haben, damit du dich bei diesen Angriffen nicht wieder sofort beginnst, zurück zu ziehen. Es ist überhaupt eine ganz gute Übung, dich

Stimme erheben

Ja, es ist wichtig, dass du für dich eintrittst. Es ist wichtig, dass du deine Stimme erhebst. Es ist ganz egal, ob es darum geht, dass du deinem Vorgesetzten oder deinem Chef regelmäßig mitteilst, was du geleistet hast, damit er das auch präsent hat. Denn das könnte die Grundlage sein für eine Beförderung und damit für eine Gehaltserhöhung. Frau Selbstbewusst redet über ihre Erfolge. Oder ob es darum geht, dass du gerade im Kreissaal liegst und Hilfe brauchst und dich getraust, die einzufordern – auch wenn die Ärzte, Hebammen, Krankenschwestern dir signalisieren, dass doch alles in Ordnung wäre und dich alleine liegen lassen. Dazu gehört, dass du dir deiner Bedürfnisse klar bist und sie formulieren kannst. Mach deinen Mund auf und sage, was du brauchst und was dir wichtig ist, sage was du kannst.

Soziale Kompetenz

Zur Sozialen Kompetenz gehört die Fähigkeit, sich abzugrenzen genauso dazu wie die Fähigkeit, auf andere zuzugehen. Wer Soziale Kompetenz besitzt, weiss darum, wie er mit anderen umgehen kann, damit er seine Ziele erreicht – und zwar aus wertschätzende Art und Weise. Er weiss auch darum, dass es Situationen gibt, in denen er auf sich und seine Bedürfnisse achten muss. Und er weiss, dass es Situationen gibt, in denen er die eigenen Bedürfnisse genauso beachten soll wie die des anderen. Wer sozial kompetent ist, der hat genügend Selbstliebe, kennt seine Gefühle und Bedürfnisse – er weiss aber auch, wie er Beziehungen zu anderen wertschätzend gestalten kann.

To-Do-Liste

Die To-Do-Liste hängt eng zusammen mit deinen Zielen. Denn sie leitet sich genau davon ab. Wenn dein Selbstbewusstsein hoch ist, dann wirst du die To-Do-Liste locker bewältigen. Sollte es aber nicht so hoch sein, dann befinden sich darauf ganz sicher Themen und Aufgaben, die dir Kraft und auch Zeit rauben. Das kommt daher, dass du dann deinen Fokus nicht gut halten kannst und dich leicht ablenken lässt. Das bedeutet, du kannst entweder nicht gut “Nein” sagen und lässt dir zu viele Aufgaben aufladen. Oder etwas in dir sucht sich richtiggehend nach Ablenkung, so als würde dein Inneres den Erfolg sabotieren. In beiden Fällen solltest du jemanden aufsuchen, der dich in der Tiefe damit unterstützen kann, das zu ändern. Damit ist deine To-Do-Liste viel klarer und auch dein Selbstbewusstsein wird von innen erstrahlen. Oder hast du vielleicht gar keine To-Do-Liste? Schreibe es mir in die Kommentare.

Training

Selbstbewusstsein kann man trainieren, ja. Du kannst trainieren, wie du ruhig und besonnen vor einer Gruppe stehst. In einem Training bekommst du konkrete Anleitungen, um dein Ziel zu erreichen. Und du bekommst auch Feedback, das dir hilft, dein Verhalten, deine Gedanken und Gefühle in die Richtung deines Zieles zu bewegen. Du hast Unterstützung, damit du dein Ziel nicht alleine erreichen brauchst. Dabei geht es nicht um Mindset-Arbeit. Es werden keine unterbewussten Muster identifiziert. Du bekommst einfach eine begleitete Anleitung und Rückmeldung. Der Trainer kennt die Schritte zum Ziel und begleitet dich dahin. So wie wenn du Rückenwind hättest und in den Spiegel schaust.

Transformation

Transformation bedeutet immer Veränderung. Aber was verändert sich. Wenn du ein Training machst und lernst, dass du aufrechter stehen sollst und die Hände nicht unsicher irgendwo rumwursteln sollen – ist dann eine Transformation geschehen? Du hast etwas gelernt – aber Lernen ist nochmal etwas anderes als Transformation. Wenn sich tief in deinem Inneren etwas so verändert hat, dass du die Welt ganz anders siehst, dann ist aus meinem Verständnis Transformation geschehen. So als seien Scheuklappen oder ein Filter plötzlich abgefallen.

Unterbewusstsein

Das mysteriöse Unterbewusstsein. Darum gibt es viele Mythen und Märchen, viele Menschen haben Angst davor und eigentlich besteht es einfach nur aus der Summe aller Automationen, die unser Gehirn und unser Nervensystem haben. Sie sparen damit Energie. Und das ist schließlich wichtig, unser Gehirn verbraucht von allen Organen die meiste Energie und den meisten Sauerstoff. Das Unterbewusstsein ist die Summe von all dem, was in deinem Körper automatisch abläuft. Das Fatale daran ist, dass von diesen Programmen und Mustern auch solche gibt, die dir schaden, die Ausdruck von Sabotage sind.

Vermeidung

Du ahnst es schon – die Vermeidung ist das Hauptsymptom von Menschen, die Angst haben. Aber das ist noch zu kurz gegriffen. Denn Vermeidung ist oft das Kennzeichen, an dem Menschen selber – aber auch andere – erkennen können, dass es sich nicht um eine normale Angst – sondern um eine Angsterkrankung handelt. Falls das Vermeidungsverhalten deinen Alltag so stark einschränkt, dass ein normaler Alltag gar nicht mehr für dich organisierbar ist – dann könnte bei dir eine Angsterkrankung vorliegen. Aber meistens ist es nicht so stark ausgeprägt. Auch bei “normaler” Angst vermeiden Menschen alle möglichen Dinge. Das kann sein, ans Telefon zu gehen, ein Gespräch zu beginnen, Sorgen anzusprechen, Konflikte zu klären, den Körper zu zeigen oder einfach nur bei anderen über die eigenen Erfolge zu sprechen.

Vertrauen

Weisst du wie es sich anfühlt, dich ganz fallen zu lassen und zu wissen, du bist ganz akzeptiert und geliebt wie du bist? Dann kannst du vertrauen. Du weisst, dass der andere dich sieht, dass er deine Bedürfnisse und Gefühle wahrnehmen kann und wertschätzend damit umgeht – dann kannst du vertrauen. Wenn andere deine Bedürfnisse und Gefühle nicht sehen oder gar mit Füßen treten oder dich manipulieren oder für ihre Ziele, Bedürfnisse und Zwecke einsetzen, ist Vertrauen nicht angebracht. Diese Beziehungspartner werden dich über kurz oder lang selbst in den Modus ziehen, in dem sie sind: In den Kampf-Flucht-Modus. Vertrauen ist neben Sicherheit eines der Kriterien, die als Schalter dienen, um unser Nervensystem umzuschalten. Vertrauen ist deshalb sehr wichtig auch für unser Selbstbewusstsein. Wenn du weisst, wem du vertrauen kannst und wem nicht, dann kannst du dich so abgrenzen, dass du in deiner Kraft bist. Und du kannst dich wieder in den starken Modus zurück holen, wenn es mal wieder passierte, dass du auf jemanden hereingefallen bist. Das ist menschlich und nicht schlimm. Bleibe vor allem im Vertrauen zu dir selbst. Vertraue dir als erstes.

Wille

Ein selbstbewusster Mensch weiss natürlich auch, was er will und kann das durchsetzen. Der Wille ist eng verknüpft mit dem Gefühl der Wut. Ein wenig ist das verwandt mit den Zielen, Bedürfnissen und Gefühlen. Denn, wer nicht weiss, was er will, der verfolgt oft die Ziele der anderen. Das kommt aufgrund der alten Muster aus der Kindheit. Meistens liegt eine Altersinkongruenz vor. Denn in der Kindheit ist es normal, seinen Willen bis zu einem bestimmten Alter den Eltern unterzuordnen. Der Wille  entwickelt sich im Trotzalter und das beginnt im zweiten Lebensjahr und kann bis zum sechsten Lebensjahr andauern. Die Verletzungen, die jemanden davon abhalten, einen eigenen Willen zu entwickeln, müssen also entweder in dieser Zeit liegen – zeigen sich mir aber meistens sogar weit davor.

Wut

Wut ist mein Lieblingsgefühl. Es ist sehr oft mißverstanden. Mir ist es ganz wichtig, zwischen zwei Arten von Wut zu unterscheiden. Es gibt zum einen die Kränkungswut. Die ist zerstörerisch, tritt auf, wenn jemand im Kampf-Flucht-Modus gefangen ist und zeigt, dass die Erwartungen oder Vorstellungen nicht erfüllt wurden. Diese Wut wird dich nicht weiter bringen, zerstört deine Beziehungen und raubt dir Kraft. Und dann gibt es die Wut, die einfach Ausdruck davon ist, dass ich etwas will oder eben nicht will. Diese Wut gibt mir Kraft, meine Ziele durchzusetzen, mich abzugrenzen und meinen Weg zu gehen. Oft wird ja die Wut als Sekundärgefühl bezeichnet, worunter das Primärgefühl dann liegen soll. Aus meiner Erfahrung ist das dann die Kränkungswut. Das Nervensystem des Betreffenden ist dann im Kampf-Fluch-Modus und kann seine Gefühle nicht fühlen. Wenn dann therapeutisch gearbeitet wird und das Nervensystem umgeschaltet hat, dann sind die Gefühle wieder spürbar und werden dann Primärgefühle genannt. In vielen Fällen ist das Trauer oder Hilflosigkeit. Manche unterdrücken ihre Wut, weil sie wissen, dass Kränkungswut ein ungern gesehener Gast ist. Erst wenn sie wissen, dass es eine Wut gibt, die einfach Ausdruck deines Willens ist, können sie ihre Wut zulassen.

Ziele

Jeder Mensch, der sich selbst bewusst ist, weiss, welche Ziele er im Leben hat. Und er verfolgt sie natürlich auch. Welche ich habe, das kannst du in meiner Löffel-Liste (Bucket-List) nachlesen. Und ich hoffe, du hast auch Ziele? Wenn nicht, dann wird’s echt Zeit. Und sage mir bloß nicht, du hast keine. Das glaube ich gar nicht. Ziele sind wichtig, damit du gute Entscheidungen treffen kannst. Und wenn du gut Entscheidungen treffen kannst, dann stärkt es dein Selbstbewusstsein. Es ist alles mit allem verbunden. Ein Selbstbewusster Mensch hat Ziele – behaupte ich.

Was ist jetzt Selbstbewusstsein?

Du magst dich jetzt fragen: Was ist denn Selbstbewusstsein? Ich habe im Glossar all die Begriffe beschrieben, die rund um das Thema Selbstbewusstsein wichtig sind. Und zwar, um damit in die Tiefe zu kommen. Das Thema selber mag ich hier gar nicht in den Mittelpunkt stellen. Darüber habe ich hier gebloggt und eine Podcastfolge aufgenommen.

Das war gut? Dann lies mal das hier:

Was ist Selbstbewusstsein? Erklärt auf der Basis deines Nervensystems

Wie sexuelle Belästigung sich auf dein Selbstbewusstsein auswirkt

Bei Monika platzt ein großer Knoten – ein Testimonial

Oder höre rein in den Podcast

#73 – Was ist Selbstbewusstsein? Erklärt auf der Basis deines Nervensystems

#76 Wie sexuelle Belästigung sich auf dein Selbstbewusstsein auswirkt